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Konzertbericht

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Agrypnie: 10 jährige Jubiläums Tour mit Harakiri for the Sky

Konzertberichte

Ort:

Rockfabrik Ludwigsburg

Datum:

19.10.14

Uhrzeit:

ab ab 19.45

Genre:

Post Black Metal

Preis:

VVK 18 €

Thränenkind
Harakiri for the Sky
Agrypnie

Agrypnie: 10 jährige Jubiläums Tour mit Harakiri for the Sky

Geschrieben am von Kati | 2179 mal gelesen


Anlässlich ihres zehn jährigen Jubiläums, absolvierte die Post Black Metal Band Agrypnie im Oktober eine Europatour, welche ihren zweiten Zwischenstopp in der Rockfabrik Ludwigsburg hatte.
Nach längerer Anreise, leicht verspätet dort angekommen, lässt sich für Neuankömmlinge den Eingang zum kleineren Club (insgesamt besteht die Rockfabrik aus zwei verschiedenen Clubs) nur mühsam finden, da er mitten im dort gelegenen Parkhaus liegt. Dies bietet natürlich ganz klar die Annehmlichkeit, mit dem Auto, kostenlos, quasi vor der „Haustür“ parken zu können und auch in den Pausen von mitgebrachten Getränken profitieren zu können. Beim Betreten der Location werde ich erstmals mit den doch sehr kleinen räumlichen Begebenheiten vertraut gemacht – doch nicht von ungefähr stammt das Sprichwort klein aber fein.

 

1456620_779734678710132_1731105129_nDie erste Band des Abends und nur in Ludwigsburg als Tour-Gast mit dabei war Thränenkind, eine fünf köpfige Post Metal Band aus Bayern. Thränenkind sorgt von Beginn an für eine raumergreifende Atmosphäre, welche mit substanzhaltigem Schreigesang einhergeht. Die instrumentalen Zwischenspiele und das stimmige Gesamtkonzept führen bei den Zuschauern zu einem in sich gekehrtem „Wippen“ und Headbangen. Mag das Sprechen zu den Fans zwischen den Songs für den ein oder anderen, als etwas „unpassend“ im Sinne von – die Atmosphäre und den Moment zerstörend wahrgenommen sein worden, so kann man dies doch als ein Zeichen von Sympathie und der Freiheit eines jeden Einzelnen, sich auf der Bühne zu entfalten, werten. Empfand ich persönlich den Auftritt von Thränenkind mehr als gelungen, scheinen sich im Allgemeinen die Meinungen in der Black Metal Szene diesbezüglich zu spalten. Die Gründe hierfür scheinen unter anderem der musikalische Werdegang und das Plattenlabel Lifeforce Records, mit Hauptaugenmerk für Bands der Metalcore-, Hardcore-, und Punkszene zu sein sowie generell Einflüsse aus diesem Genre.

 

5525_598885906854874_986187521_nHat der Auftritt von Thränenkind viele positiv gestimmt, so war die Erwartungshaltung an die nächste Post Black Metal Band Harakiri for the Sky entsprechend hoch. 2014 legte die Band mit ihrem zweiten Album „Aokigahara“ gewaltig nach (zu Deutsch: Meer aus Bäumen, Release 21.04.14). Die Band kennzeichnet sich durch ein sehr emotionales und solides Konzept, welches durch den Gesang eine eigene Klangnuance bekommt. Leider wird der Zuhörer durch schlecht abgemischten Sound enttäuscht . Da der Sound enorm wichtig ist und für den Aufbau von Tiefgründigkeit sorgt, hat der Auftritt leider ein wenig langatmig gewirkt. Höhepunkt des Bandauftritts ist der Song “Panoptycon”, der, wie der Titel auf der Platte, mit Gastsänger und Frontmann Eklatanz von Heretoir gesanglich begleitet wird. Positiv aufgefallen ist das Stage-Acting von Sänger J.J, der sich mit zunehmender Zeit auf der Bühne sichtlich mehr wohlfühlt, den Platz der kleinen Bühne vollends ausnutzt und sich seiner Leidenschaft hingibt.

 
10346636_10152112819255264_7014396161720870101_nZum krönenden Abschluss kommt die Band Agrypnie auf die Bühne. Traditionsgemäß beginnt auch die Jubiläumsfeier mit “Der tote Trakt“, was schon zum Einstieg die komplette Menge zum Feiern anregt. Wie im Voraus der Tour angekündigt, wird schon mit dem zweiten Stück ein altes Lied aus der Bandgeschichte ausgegraben. Mit „Veritas Mutabilis“ performen Agrpynie einen Song aus ihrem Split Album aus dem Jahr 2005. Die Setlist ist eine Mischung aus alten und neuen Liedern und Agrypnie lässt somit das Publikum an der musikalischen Bandgeschichte teilhaben. Mit dem neuen Song „Grenzgänger“, aus dem kommenden Album, ist die Stimmung am Höhepunkt angelangt. Die Menge ist gespannt und wird mit gewohnt musikalischer Qualität von Agrypnie belohnt. Agrypnie überzeugen mit einem erfahrenen Bühnenauftritt und druckvollem Sound.Durch beobachten des Publikums ist eines ganz klar: Agrypnie ist der Favorit des Abends.

 

Alles in allem ein gelungener Konzertabend mit wunderbarem Post Black Metal und vielen Höhepunkten. Ein großartiges Lineup mit passender Location.

 

 


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