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Tipp der Redaktion

Auðn-Auðn
Auðn
"Auðn"


Atmospheric Black Metal

Autor Users

9

9

Release:

24.11.2014

Dauer:

36:38

Songs:

7

Label:

Unsigned

Albumtyp:

Full-Lenght

1. Klerkaveldi
2. Undir Blóðmáná
3. Sífreri
4. Feigð
5. Landvættur
6. Þjáning Heillar Þjóðar
7. Auðn

Auðn

Geschrieben am von Svartsjel | 3127 mal gelesen


10

Wenn man das Debut-Album der 2010 in Island gegründeten Band in der Hand hält, sieht man eine graue, düstere Landschaft und das Bandlogo, das darauf prangert. Wer sich jetzt denkt „Okay schon gesehen, gehört, gibt viele davon, brauche ich nicht!“ versäumt ein Hörerlebnis, welches man nicht so oft findet.
Diese Platte ist kalt, atmosphärisch und doch kraftvoll, sodass es mich in seinen Bann zieht. Aber der Reihe nach…

 

Der erste Song KLERKAVELDI fängt mit einem kleinen Clean-Intro an, welches dann mit verzerrten Gitarren untermalt wird. Man merkt direkt in welche Richtung es gehen soll und auch wird! Beim einsetzen des Gesangs, welcher sehr gut mit der Clean-Gitarre harmoniert, bekommt man das Gefühl, man steht in dieser grauen düsteren Landschaft, welche das Album-Cover ziert. Die Melodien unterstreichen dieses Gefühl und somit ist dieser Song ein guter Einstieg und macht Lust auf mehr!

 

Mit einem kurzen Einzählen durch das Schlagzeug geht es auch direkt mit UNDIR BLÓĐMÁNÁ weiter, welcher die kalte Stimmung weiterführt. Hialti Sveinssons keifzen und krächzen vervollständigt das Bild, welches die Band hier versucht zu erzeugen. Leider ist dieser Song mit 4.05 Minuten der kürzeste, was jedoch nicht weiter schlimm ist, denn es gibt weitere solche Black-Metal-Diamanten auf dieser Platte.

 

Der dritte Song SÍFRERI wird eingeleitet mit typischem Black-Metal-Geschrammel, schlägt jedoch nach gut eineinhalb Minuten in eine düstere Ruhe um, die sich gewaschen hat und lässt mich in Gedanken versinken. Solche Clean-Parts gekonnt einsetzen kann nicht jeder. Viele Bands zerstören damit immer wieder die aufgebaute Stimmung. Aber nicht hier! Der ruhige Part wird schnell wieder etwas lauter, trotzdem vernimmt man noch die Melodie, die weitergeführt wird, damit das Zuhören nicht anstrengend wird. Dadurch wird gekonnt auf das nächste Black-Metal-Riff vorbereitet, in dem dann auch wieder der Gesang einsetzt. Für mich ein absoluter Höhepunkt des Albums.

 
Wer sich bis jetzt sehr wohl fühlt in dieser eisigen Landschaft, kann sich auf den nächsten Track freuen. FEIGĐ fängt ruhig an und geht über in ein, vor Kraft strotzendes Mid-Tempo-Stück, welches auch gerne mal die Nackenmuskulatur in Anspruch nimmt. Im Wechsel mit Blast-Beat-Attacken von Sigurður Kjartan Pálsson führt er diese Kraft gekonnt mit sich, bis er nach knapp fünfeinhalb Minuten endet und man denkt sich „Fuck, was war das gerade?“
LANDVÆTUR ist ein rockiger Black Metal Song, der die eisige Stimmung weiterführt, aber leider auch nicht mehr. Der Song ist leider ein kleiner Schwachpunkt der Platte, vermindert aber keinesfalls die gesamte Qualität.

 
Somit komm ich gleich zu dem vorletzten Track der Platte: þJÁNING HEILLAR þJÓĐAR kündigt sich als atmosphärisches Meisterwerk an und wird dem auch gerecht! Eine besinnliche Melodie zieht einen wieder direkt in eine Welt voller Dunkelheit und erdrückender Kälte. Meistens ist eine cleane Melodie zu hören, die sich abwechselt mit verzerrten Parts und somit eine Spannung aufbaut, wie ich sie schon lange nicht mehr gehört habe. Diesem Song wird in der Mitte ein wahrhaftiger Höhepunkt verpasst. Die Leadmelodie lässt einen die Augen schließen und einfach nur genießen, auch bei dem folgenden Riff möchten man sie nicht wieder öffnen! Erst als es wieder weitergeht mit Gesang und dem Main-Riff wird man aus seiner Trance geholt. Definitiv das Highlight des Albums.

 

Der Titelsong AUĐN ist mit gut 9 Minuten der längste und auch leider schon der letzte Track. Viele werden erst einmal zweifeln, ob es die Band schafft, diese Atmosphäre in dieser Länge aufrecht zu erhalten, ohne langweilig zu werden. Ich sage nur: DAS SCHAFFEN SIE!! Und zwar dermaßen gut, dass es gerne auch 15 Minuten oder länger hätte gehen könne.
Ein absolut genialer Schluss von einem pervers geilen Album!

 

Fazit: Wer es auch gerne mal etwas ruhiger im Black Metal hat, ohne jedoch gleich gelangweilt zu werden ist hier genau richtig!


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2 Kommentare

  1. Ein wirklich sehr gelungenes Album! Es besticht durch klare Melodien und einen hochwertigen Sound, und es lohnt sich auf jeden Fall, einmal ins Album reinzuhören.

    PS: Wem diese Band gefällt, der darf sich auch Drudkh und Wiegedood anhören ;)

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