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Album des Monats: September 2015

401694
Bast
"Spectres"


Black Metal, Doom Metal

Autor Users

9

10

Release:

24.02.2014

Dauer:

46:28

Songs:

5

Label:

Burning World Records

Albumtyp:

Full-Lenght

1. In The Beginning
2. Denizens
3. Spectres
4. Psychonauts
5. Outside The Circles of Time

Spectres

Geschrieben am von Swipal | 1252 mal gelesen


10

Ja wieder mal ein Album was schon mehr als ein Jahr auf dem Buckel hat, aber das folgende Werk sollte man nicht aus den Augen lassen! Bast ist eine Doom Metal Band aus Großbritannien und was Doom betrifft, haben die Brieten sowieso ein gutes Näschen. Man erinnere hier nur mal an Warning oder 40 Watt Sun! Gestoßen bin ich auf die Gruppe während des Incubate Festivs 2015 in Tilburg und war von ihrem Auftritt begeistert. Nun möchte ich mal sehen, ob die drei Engländer auch auf CD standhalten können.

 
The Beginning“, so lautet der Name des ersten Songs, vernimmt einen leisen Windhauch und einige Gitarrentöne, die sich atmosphärisch aneinander reihen. Dann setzen Bass und Drum mit einer recht typischen Black Metal Melodie ein. Anschließend wird das ganze dank eines blast Beates wesentlich schneller und der Sänger setzt mit seinen wirklich technisch einwandfreien Black Metal Screams ein. Ich fühle mich etwas an Mgla erinnert. Qualitativ ist das Album sehr gut produziert worden, über den Sound kann man sich absolut nicht beklagen! Nach einer Weile setzt dann auch die Gesangsstimme des Gitarristen ein, der eher an Dread Sovereign erinnert – also sehr episch klingt. Dann wird klar warum die Band Doom spielt und keinen Black Metal. Sehr langgezogene, tiefe Riffs und ein alles zerstörendes Drum setzt ein. Das ganze wird dann zum Ende hin etwas abgeschwächt, bleibt aber immer noch Doom.

 

Song Nummer zwei beginnt gleich mit einer brachialen Klangkulisse, dazu die Schreie des Gitarristen und man merkt hier endgültig, dass man Freude in diesem Stück vergebens suchen wird. Dann ein kleines, ruhiges Zwischenspiel, welches sich ganz langsam wieder aufbaut, um dann wieder im tiefen drückenden Sound zu ersticken. Trotz der wirklich breit und laut abgemischten Instrumente ist der Gesang von beiden Sängern sehr gut zu hören. Ab und an fängt der Gitarrist noch an zu growlen, was die ganze Musik noch mehr aufwertet. Sehr zu meiner Freude sind ab und an mal Black Metal Parts in den Liedern eingebaut. In diesen Teilen werden einfach typische Black Metal Riffs zusammen mit den Drums abgefeuert. Dennoch setzt die Gitarre auch melodische Klänge ein. Simple Idee, die ihre Wirkung aber bis auf das nahezu perfekte entfalten kann. Daran anchließend wieder Doomelemente, in denen man auch stellenweise mal einen Highshout hört.

 

Spectres geht dann schon wieder rockiger zur Sache. Eine Mischung aus den eben angesprochenen Riffs, die zum Tanzen einladen. Doch diese enden dann relativ schnell, um dann wieder ein Kampf zwischen Doom Metal Parts und Black Metal Parts zu bilden. In diesem Song bekommen Bass und Drums ein Solo, nichts Spektakuläres, aber es trägt zur Abwechslung bei. Gegen Ende kommt dann eine Stelle, die man fast schon zum DSBM zählen könnte, diese vergeht dann nach einigen Sekunden wieder und stürzt sich in die anscheinend immer langsamer und tiefer werdende Gitarre.

 

Psychonauts ist der einzige Instrumentalsong auf dem Album. Hier wird nochmal mit allem gespielt was die Band musikalisch so auf dem Kasten hat. Teilweise klingt es sehr experimentell, bleibt dem Genre aber trotzdem treu. Ab und an hat man das Gefühl leise Soundsamples oder eingespielte Schreie zu hören – das könnte aber auch ein Effekt des Basses sein.

 

Dann wird mit Outside The Circles Of Time das Finale angestimmt. Hier lässt man sich noch einmal reichlich Zeit für ein langes und ruhiges Intro. Was auch gar nicht schlecht ist nach der schweren Kost, die man die letzten 35 Minuten um die Ohren geballert bekommen hat (Im positiven Sinne!). Nach circa 3 Minuten endet das Intro mit einem genialen Übergang wieder im Doom Metal. Auch gesanglich gibt man hier wieder Vollgas. Bast macht es genau richtig, man nutzt den letzten Song, um noch einmal alles zu zeigen, um noch alles aus dem Werk herauszuholen. Einfach alles ist nochmal eine kleine Spur besser. Nur so kann man es schaffen, dass ein Album wieder und wieder gehört wird!!!

 

Fazit: Wenn ihr schon lange mal nach einer Doom Metal Band gesucht habt, die sehr depressiv klingt und sich dazu auch noch in großen Teilen am Black Metal bedient, dann kauft euch das Teil für 7€ (Auch als LP erhältlich). Wer Mantar und Dread Sovereign hört sollte hier sowieso zuschlagen. Selbst Dreunden von Bands wie Dodsengel, Acherontas, Ruins of Beverast usw. sollten hier beherzt zugreifen, wenn man Atmosphäre und Klanggewalt sucht, ist man hier goldrichtig! Ich jedenfalls habe gerade eines der besten Doom Werke seit langem in den Händen gehalten!


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