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CD-Review

549142
Bluteck
"Pest, Tod und Teufel"


Black Metal

Autor Users

7

6

Release:

04.12.2015

Dauer:

50:35

Songs:

9

Limitiert:

500

1. Intro - Schwarzes Fleisch
2. Der Toten Eigentum
3. Opfernacht
4. Folge in die Ewigkeit
5. Seelenfresser
6. Gefrorene Erde
7. Opfernacht (2000 Version)
8. Der Toten Eigentum (2000 Version)

Pest, Tod und Teufel

Geschrieben am von Swipal | 1548 mal gelesen


10

Heute gibts mal wieder Black Metal der alten Schule aus Thüringen um die Ohren! BlutEck hat mir das Erstlingswerk zugesandt, welches am 04.12.2015 das Licht der Welt erblickte. Dabei lag freundlicherweise ein Zettel zur Bandgeschichte, deswegen auch diese kleine Einleitung. Die Band kommt aus den tiefen des Thüringer Waldes und hat sich schon 1997 gegründet, damals noch unter dem Namen Farbenfinsternis. Nach 2003 wurde das ganze dann zum Einmannprojekt, welches bis 2012 aus persönlichen Gründen ruhen musste. Einige Umbesetzungen folgten, bis nun dieses Album heraus kam und ja, jetzt gehts zum Review!

 

Düster beginnt das Album mit dem Intro, welches aus simplem Ambient Sounds besteht, was aber anfangs sehr mächtig und episch klingt. Gegen Ende klingt es wie aus einem Intro aus einem typischen 70er Jahre Horror-Streifens. Also mir gefällt es! Dem Booklet ist zu entnehmen, dass jenes Intro aus einem Spiel stammt. Dann trommelt das Schlagzeug den Beginn zu Schwarzes Fleisch ein und es klingt verdammt roh, aber trotzdem nicht nach Garage. Doch das etwas blecherne Schlagzeug fällt hier etwas auf wie ich finde. Die Riffs halten sich an das Lehrbuch des Black Metals und machen hier erstmal nichts falsch. Es geht sogar relativ rockig voran! Die Stimme klingt ziemlich tief, aber trotzdem schreiend – Eigentlich eine gute Black Metal Stimme. Darunter noch dezente Growls platziert und fertig ist ein solides Stück, welches sich zwischen schnellen und langsamen Parts wechselt. Wobei die schnellen Parts hier vermutlich eher aus Punk Beats seitens des Drums besteht, was aber in diesem Fall nichts Schlechtes zu bedeuteb hat. Auf der CD ist das besagte Intro und das Stück Schwarzes Fleisch zu einem Song verschmolzen.

 

Durch Glockengeläut wird der zweite Song Der Toten Eigentum eingeleitet. Düstere und langsame Gitarrenriffs, die gurgelnde Stimme des Sängers spricht fast gebetsartig den Text vor dem Hintergrund der Glocken herunter. Ein bisschen fühle ich mich hier an alte 90er Demos erinnert. Alte Schule halt. Anschließend überrascht mich ein gänzlich anders klingendes Drum, dass sich wesentlich besser und voller anhört. Hier wird bewusst auf Monotonie gesetzt und das Konzept geht sogar auf. Nichts Weltbewegendes, aber man hat diesen typischen Thüringer Black Metal Sound. Hier Bands zum Verlgleich zu nennen ist überflüssig. Leute die sich im Black Metal des Mittelgebirges heimisch fühlen wissen, was ich meine. Lyrisch handelt es sich hier um klassische Black Metal Texte, wie sie im Buche stehen. Aber das kann man an den Titeln erkennen. Kurz, knapp, ausreichend.

 

Opfernacht ist der Name des dritten Titels der CD. Auch hier wird wieder ein kleines Intro in Form von Regen genutzt. Dazu eine gezupfte Gitarre und ein wenig Gewitter, bis letztendlich das Drum wieder einsetzt. Diesmal geht es eher zügig voran. Also wer auf Black Metal steht, der auf die Fresse gibt und roh ist, der wird seinen Spaß haben. Wer allerdings auf technische Instrumente wert legt und glasklaren Sound erwartet wird spätestens jetzt abschalten. Opfernacht klingt meiner Meinung nach wie ein Titel mit diesem Namen eben klingen sollte. Manchmal ist weniger eben doch mehr. Außerdem bin ich Fan der Stimme – die passt ziemlich gut.

 

Folge in die Ewigkeit ist das nächste Stück. Mir fällt auf, dass das Drum an Qualität zuzunehmen scheint und sogar ziemlich gut klingt auch technisch gesehen. Das Konzept ist klar. Wirklich neues findet man nicht, ein solides Black Metal Werk eben. Doch man merkt, dass dieses Lied etwas mehr Atmosphäre erschaffen möchte und an manchen Stellen klappt das auch ganz gut.

 

Das nächste Lied trägt den Namen “Seelenfresser”. Ich weiß nicht, was ich dazu noch groß schreiben soll, eigentlich ist alles soweit gesagt. “Gefrorene Erde” bietet nochmal mit einem wirklich schnellem Drum eine Überraschung mit viel Double-Bass Gehämmer. Das liegt laut Booklet daran, dass der Drummer innherhalb Albums gewechselt wurde und nun der Herr von Gernotshagen in dem Projekt aktiv wurde.

 

Die letzten zwei Titel sind unterschiedliche Versionen von “Opfernacht” und “Der Toten Eigentum” aus dem Jahre 2000, auf die ich jetzt nicht näher eingehen will.

 

Fazit: Wir haben es hier mit einem Erstlingswerk, trotz langer Bandgeschichte, zu tun, welches sich durchaus sehen lassen kann, aber vermutlich doch eher etwas für Feinschmecker ist. Der rohe Sound ist nichts für Jedermann, genauso wie die Monotonie. Für mich ist es ein ordentliches Werk, nicht herausragend, aber auch auf keinen Fall schlecht. Außerdem konnte ich mich sofort in den für Thüringen typischen Black Metal Sound begeistern. Das Booklet und Artwork ist außerdem sehr gut gestaltet, was mich letztendlich zu 7 von 10 Punkten führt!

 

Auftritte 2016:
05.05. Darktroll Festival
30.07. Riedfest in Rohr
19.11. Dark Metal Night


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