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Album des Monats: September 2016

548493
Carthaun
"Staub und Schatten"


Black Metal

Autor Users

9

8

Release:

18.12.2015

Dauer:

40:00

Songs:

9

Label:

Northern Fog Records

Albumtyp:

Full-Lenght

Limitiert:

500

1. Ad Arma (1:21) 2. Durch! (5:24) 3. Kriegslied (2:57) 4. Charge Of The Light Brigade (4:32) 5. Dicke Berta heet ik (3:04) 6. Berta (3:16) 7. Elegie (Auftakt) (9:37) 8. Sturm am Meer (4:48) 9. Heimwärts (5:59)

Staub und Schatten

Geschrieben am von Invidia | 1140 mal gelesen


10

Mit etwas Verspätung erreicht nun auch das aktuelle Album “Staub und Schatten” der Kölner Carthaun das Aschereich.
Das Werk bildet das insgesamt sechste Werk und wagt einen gelungenen Spagat zwischen rohen, facettenreichem Schwarzmetall und ausgezeichneter Abmischung.
Die Schlachtenformation bleibt auch im fünfzehnten Jahr ihrer Geschichte dem Thema des ersten Weltkrieges treu, weiss dies jedoch abwechsulngsreicher als andere War-Metal-Kapellen zu verpacken.

 

Nachdem das innere Auge mit dem einleitenden Ad Arma über die grabendurchfurchten Landschaften jener Zeit geschweift ist, reisst S. den geneigten Hörer einem Einpeitscher gleich aus der Trance und lässt einen die Brachialität des gefüchteten Grabensturmes nachempfinden.
Ähnlich stilistisch gnadenlos wie bei 1349 wird dem großen Krieg auf den folgenden neun Titeln auf den norwegischen Fährten der zweiten Black Metal Welle gehuldigt, ohne dabei in Kitsch oder flacher Lyrik zu verebben.
Verarbeitet wurden mitunter Texte und altes Liedgut aus jener Zeit. Zwar sind jene im Booklet abgedruckt, dies geschah jedoch wohl wissentlich so, dass man selbst mit Mühe nur Fragmente entziffern kann.

 

S., welcher in den vergangenen fünf Stücken alle erdenklichen inneren Dämonen und Geister der Vergangenheit durch stimmlich manifestierte, gewährt einen erst mit “Elegie (Auftakt)” eine kurze Verschnaufpause für einen gedanklichen Blick zurück aus dem Graben und zu den Hinterlassenen zuhause.
Im Mittelteil wird sich sogar am epischen Klargesang versucht,sodass für wenige Momente eine wahrlich majestätische Atmosphäre über der Klanglandschaft zu liegen scheint – bis der Hetzer wieder zum nächsten Sturm bläst. Durch gekonnt eingesetzen Wechsel genannter Elemente wird die fast zehn Minuten andauernde Hatz von Graben zu Graben fast spührbar.
Der Sturm am Meer hält auch was der Titel verspricht – kalten und kompromisslosen Stahl.
Nachdem all die Schlachten revue passieren durften, entlässt einen der Silberling mit Heimwärts gedanklich schleppend mit dem schier endlosen Zug der kriegsversehrten Heimkehrer und hinterlässt den Hörer vorallem beeindruckt.

 

Das Werk erschien am 18.12.2015 über Northern Fog Records in einem auf 500 Stück limitiertem Jewel-Case (uns liegt die Nummer 43 vor) , sowie einem auf 50 Stück limitiertem Digi-Pak. Ebenfalls ist die rohe Tonkunst durch Worship Tapes im März diesen Jahres auf Tape in einer 69er Limitation erschienen.

 

Das Werk um die Herren der donnernden Kanone aus dem dreißigjährigen Krieg sei der geneigten Hörerschaft brachialerem Materials sehr empfohlen!


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