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Festivalbericht

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Dudefest 2017 (Freitag)

Festivalberichte

Ort:

jubez, Karlsruhe

Datum:

21.04.2017

Uhrzeit:

ab 18:00 - 23:20 Uhr

Genre:

Doom Metal, Black Metal

Preis:

79€ (3-Day Pass) bzw. 30€ Tagesticket zzgl. Gebühren

Fórn
Valborg
Lycus
Inter Arma
Woe
Pillorian
Ultha
Wolves In The Throne Room

Dudefest 2017 (Freitag)

Geschrieben am von Architeuthis | 336 mal gelesen


Das diesjährige Dudefest öffnete plangemäß gegen 17:00 Uhr seine Pforten für alle Fans von Doom und Black Metal. Das Jubez in Karlsruhe bot wie gewohnt Snacks und Getränke zu günstigen Preisen und mit zwei baulich getrennten Bühnen ausreichend Platz für ein hochkarätiges Lineup und das entsprechend zahlreiche Publikum.

 

Den Opening-Slot des abends hatten die Bostoner Doom Metaller von Fórn. Überpünktlich gegen 17:58 legten die fünf nach kurzem warten auf den Drummer mit einem dröhnenden Intro los. Ob die ein oder andere Rückkopplung und Übersteuerung nun geplant war oder nicht, der Sound war in sich stimmig. Die stampfenden Drums und Gitarren-Riffs gingen gut nach vorne, jedoch ohne die ruhigeren Melodischen Parts zu überschallen.

 

Auf der “Big Stage” ging es danach weiter mit Valborg, die Anfang des Monats ihr unlängst sechstes Studioalbum “Endstrand” veröffentlicht hatten. Nach einem stimmigen, gesprochenen Intro begannen die drei dem Publikum avantgardistische “schwarze Scheiße” (deren Worte, nicht meine) um die Ohren zu ballern. Sehr abwechslungsreiche Songs, teilweise absurde Texte und die vergleichsweise gut gelaunten Musiker auf der Bühne, machten den Auftritt für mich zu einem der Highlights des Abends. Jedem der die Band nicht kennt, sei an dieser Stelle der Song “Blut am Eisen” ans Herz gelegt ;)

 

Gegen 19:00 Uhr, zurück auf der kleineren der beiden Bühnen, ging es weiter mit Funeral Doom aus dem Hause Lycus. Erwartungsgemäß langsam und düster lies das US-amerikanische Quartett die Gitarren dröhnen. Die abgespaceten Melodien ergänzten den Sound der Band zu einem atmosphärischen Gesamtbild.

 

Inter Arma konnten mit Abwechslungsreichtum punkten. In wechselnden Geschwindigkeiten ging es mal langsam und düster, mal knüppelnd und hart zu. Die fünf Jungs aus Richmond beendeten dann in einem fulminanten Finale den Doom-Teil des Abends.

 

Der erste Black Metal-Act des Abends war Woe. Das geschrammel und geknüppel der US-Amrikaner zog die Geschwindigkeit massiv an und motivierte den ein oder anderen Zuschauer zum Headbangen. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Abwechslung gewünscht, da die Songs der Band einzeln gesehen zwar gut, aber im Ganzen eher eintönig geraten sind.
Besser gelungen ist dies danach Pillorian. Der groovig rhytmische Black Metal des Trios verbreitete mit dreckigen Gitarren und düsteren, bösen Melodien eine einzigartige Athmosphäre im Jubez.

 

Mit dem vorletzten Act des Abends, Ultha, kam es auch zur ersten kurzen Verzögerung im Zeitplan. Mit etwa 15 Minuten Verspätung, nachdem der holprige Soundcheck vom Sänger der Band für “Cool” befunden wurde, ging es auch mit einem ruhigen Intro los. Wunderbar depressive Vocals und die leichten Post-Black Metal Einflüsse ergänzten sich herrvorragend und wurden am Ende noch durch ein stimmiges Outro abgerundet.

 

Auf der großen Bühne starteten als Highlight des Abends dann Wolves In The Throne Room. Diese ließen sich beim Soundcheck zwar ausgiebig Zeit, was sich jedoch in einem hervorrangeden Sound bezahlt machte. Die Wall of Sound der Band brandete über die Zuschauer und erzeugte gemeinsam mit dem Geruch der entzündeten Räucherstäbchen ein Gesamtkunstwerk das sich sehen lässt, während Bass und Schlagzeug die Wände und Decken des Jubez ordentlich zum beben brachten.

 

Summa Sumarum war es ein genialer Abend im Jubez Karlsruhe. Meinen persönlichen Dank an dieser Stelle, nicht nur an Crew und Veranstalter, sondern auch an die Technik, die den stark unterschiedlichen Sound der Bands immer im Griff hatten.

 

Einziger Wermuthstropfen des Dudefest: Bei einer solchen Fülle an hochkarätigen Bands und leichten Überschneidungen im Zeitablauf, stand ich mehrfach vor einer schwierigen Entscheidung. Sehe ich mir nun das Intro der nächsten Band, oder das Outro der anderen an? Um dies zu behben, hätte man den Tag jedoch viel früher beginnen müssen, was ich an dieser Stelle auch niemandem zumuten möchte.

 

Entsprechend gespannt bin ich nun auf die Halloween Ausgabe des Dudefest, der die undankbare Aufgabe zufällt das musikalische Niveau dieser drei Tage zu halten und ggf. noch zu erhöhen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an das Team des Dudefest, das uns die Bilder des Abends zur Verfügung gestellt hat.

-Architeuthis

 

 

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All photographs are the property of Dudefest Karlsruhe


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