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Album des Monats: Januar 2015

Artwork Weltennacht small
Ellende
"Weltennacht"


Atmospheric Black Metal, Post Black Metal

Autor Users

9

9

Release:

31.01.2015

Dauer:

27:23

Songs:

3

Label:

Talheim Records

Albumtyp:

EP

Limitiert:

100 (Splatter Vinyl) + 400 (Black Vinyl)

1. Weltennacht
2. Trieb
3. Zwischen Sommer und Herbst

Weltennacht

Geschrieben am von Architeuthis | 1798 mal gelesen


10

Ach, in vielen Subgenres hat man es ja nicht leicht. Der Markt ist übersättigt, neue Künstler sprießen aus der Erde wie Unkraut und ein Durschnittsrelease folgt dem Nächsten. Die einfachste Möglichkeit, um nicht in der Masse unterzugehen, scheint aber Folgende zu sein: Weg mit dem Schubladen-Denken! Sich nicht auf einen Stil beschränken sondern Musik so zu schreiben wie sie sein sollte: frei, fließend und ohne festen Idealen entsprechen zu wollen.

 

Genau das schafft Lukas Gosch, der kreative Kopf hinter Ellende, mit seiner EP Weltennacht. Drei Songs, von jeweils 8-10 Minuten Länge, die Einflüsse aus verschiedensten Richtungen vermuten lassen, bilden zusammen ein Gesamtkunstwerk das sich gewaschen hat.

 

Den Auftakt macht die namensgebende Weltennacht. Gedämpfte, verzerrte Gitarren rollen heran wie eine Welle, klaren am Scheitelpunkt auf und stimmen den Hörer auf die folgenden Minuten ein. Die Rhythmen sind abwechslungsreich und eingängig, ständig umflattert von Melodien und dieser Mischung aus Trauer und Resignation die der Österreicher seinen Stimmbändern entlockt. Gezupfte Akustik Gitarren und Streicher senken hin und wieder das Tempo und geben Raum für ein stimmiges Sprach-Sample.

 

Fast nahtlos folgt Triebe. Zu Beginn scheint der Song ruhiger und gleichmäßiger als der Titeltrack zu sein. Klare Gitarren und ein langsamer Schlagzeug-Rhythmus sind zu hören. Aber dann kommts wie es kommen muss: der Vorhang fällt, verzerrte E-Gitarren betreten die Bühne, das verträumte Schlagzeug weicht harten Blastbeats und reißt alles fort was nicht Niet- und Nagelfest ist. Aber auch daran darf der Hörer nicht all zu lange festhalten, folgt doch eine für Black Metal unüblich dominante Leadgitarre, bevor das Konstrukt wieder zerbricht und uns zur nächsten Station unserer akustischen Reise schickt.

 

Abgeschlossen wird diese von Zwischen Sommer und Herbst. Ich muss zugeben, weder der Releasetermin, noch der Song selbst lassen an die Übergangszeit, wenn das Laub noch grün, aber die Tage nicht mehr warm sind denken. Aber dennoch geht hier ein gewisser Wandel von statten. Die Geschwindigkeit erhöht sich mit fortschreitender Hördauer, die Melodien werden intensiver und der Gesang wechselt von mehr oder minder verständlichen Post-Black Metal-Vocals zu gemarterten Schreien die ich ehestens im Depressive/Suicidal Bereich erwartet hätte.

 

Alles in Allem kann ich sagen: Sitzt, passt, wackelt und hat noch etwas Luft nach oben. So fließend die Übergänge auch sind, so emotionsgeladen Melodie und Gesang über den Hörer hinwegströmen, glaube ich das Lukas sein Potential noch nicht voll ausgeschöpft hat. Wie das dann klingt dürfen wir hoffentlich beim nächsten Release hören und fühlen.

 

Die EP erscheint voraussichtlich am 31.01.2015 bei Talheim Records, exklusiv auf Vinyl. Wer Schallplatten nichts abgewinnen kann findet die EP aber bei Bandcamp oder auf dem offiziellen Youtube Kanal.

 

-Architeuthis


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