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Tipp der Redaktion

252520
Empyrium
"The Turn Of The Tides"


Ambient | Atmospheric

Autor Users

9

6

Release:

18.07.14

Dauer:

43:36

Songs:

7

Label:

Prophecy Productions

Albumtyp:

Full-Lenght

Limitiert:

-

1. Savior
2. Dead Winter Ways
3. In The Gutter Of This Spring
4. The Days Before The Fall
5. We Are Alone
6. With The Current Into Grey
7. The Turn Of The Tides

The Turn Of The Tides

Geschrieben am von Arkas | 3303 mal gelesen


10

RÜCKBLICK:

2002 – Mit “WEILAND” erschien eines der maßgebendsten Alben der Neofolk-Szene. Damals war für Markus Stock alias Ulf Theodor Schwadorf alles gesagt das mit EMPYRIUM ausgedrückt werden sollte. Mit dem gesamten Schaffen aus 8 Jahren erlangte die Band nach ihrem “Ableben” Kultstatus in weiten Teilen der Szene und auch darüber hinaus. EMPYRIUM inspirierten in den folgenden Jahren viele Bands durch ihre Musik. So zum Beispiel Helrunar, Neun Welten oder Dornenreich. 2010 meldete man sich mit dem Song “The Days Before The Fall” zurück und Gerüchte wie auch Hoffnungen keimten auf, welche sich mit der “Into The Pantheon” DVD aus 2013 weiter verfestigten und sogar bestätigt wurden. 11 Jahre nach “WEILAND” arbeiteten EMPYRIUM an einem neuen Album mit Namen “THE TURN OF THE TIDES”. Ob EMPYRIUM dem hohen Erwartungsdruck von Fans und Presse gerecht werden konnten ohne dabei ihren einzigartigen Sound zu verlieren erfahrt ihr jetzt: … vielleicht erst einmal das ich riesiger EMPYRIUM-Fan bin und die Band für alles schätze was sie jemals veröffentlicht hat. Entsprechend ist dieses Review NICHT frei von Voreingenommenheit und trotzdem habe ich es verfasst, weil ich denke das es das Album und die Band mehr als verdient haben, das man darüber berichtet.

 

Gleich vorweg genommen: Wer mit THE TURN OF THE TIDES ein 2. “SONGS OF MOORS…” oder einen Zwilling zu “WEILAND” erwartet, der hofft in die falsche Richtung. Wer aber EMPYRIUM will bekommt sie auch und zwar auf ganzer Linie. 12 Jahre nach ihrem letzten Album kehren Markus Stock und Thomas Helm deutlich gereift und mit neuen schöpferischen Visionen zurück. Diese Reife und der Wunsch nach neuen Ufern, den Wandel der Zeiten auf sich wirken zu lassen, das war das Ziel und wurde vollends erreicht.

 

Das spürt man schon ab dem 1. Ton von Savior. In der Hauptsache lebt dieser Song von einem großen orchestralen Thema, das nur durch weiche Gitarren, Pianoklänge und Helm’s warme Stimme unterbrochen wird ehe es sich wieder in seiner ganzen Breite vor dem Hörer aufbaut. Savior – Ein sehr bombastischer Opener der konsequent klar macht das “THE TURN OF THE TIDES” ein völlig neues und doch typisches Kapitel in der Geschichte von EMPYRIUM eröffnet.

 

Weiter geht es mit Dead Winter Ways einem Song, der vielen schon aus der Setlist der Into The Pantheon DVD bekannt sein wird. Der Song ist schwelgerisch, melancholisch und weitläufig, also genau so wie es EMPYRIUM schon immer waren und trotzdem, alles ist wesentlich moderner und bewusst frischer umgesetzt. Wo der Song zu Beginn mit Orgeln, Flöten und Xylophonklängen noch ruhig und getragen daher kommt, wird das Kernthema des Songs durch eine weite Gitarrenwand begleitet die sich irgendwo zwischen Black Metal, Post Rock und Shoegaze ansiedeln lässt. Thomas’ Gesang und Schwadorfs “Black Metal” Shouts geben sich zum Ende hin ein schönes Duett. Klasse inszeniert.

 

In The Gutter Of Spring zählt für mich als neue Hymne EMPYRIUM’s. Unfassbar sphärisch und melancholisch werden tief traurige Synthie-Melodiebögen von Drumbeats und der charismatischen Stimme Helm’s begleitet. Nach einem akustischen Part gipfelt die Nummer in einem derart atmosphärischen Black Metal Riff, das man Gänsehaut bekommen MUSS. Es ist fast so, als würde man dahin segeln auf einer endlosen Welle der Emotion. Das sind EMPYRIUM 2014! In The Gutter Of Spring – für mich der Referenztitel von “THE TURN OF THE TIDES”.

 

The Days Before The Fall ist einem jeden Fan bereits aus der Prophecy-Compilation “Whom The Moon A Nightsong Sings” bekannt und war damals das erste direkte Lebenszeichen der Band nach 8 Jahren Stille. Stilistisch kann man sagen bewegt sich der Song irgendwo zwischen den Grundthemen von “WEILAND” und der Weite und Emotion der “SONGS OF MOORS AND MISTY FIELDS” Platte. Diese Komponenten wurden geschickt im neuen musikalischen Gewand verwoben und geben in ihrer Gesamtheit für mich das “Bindeglied” zwischen 2002 und 2014. Am Ende ist auch diese Spanne sehr gut gelungen und unterstreicht nochmals das musikalische Können des naturverbundenen Zweigespanns.

 

We Are Alone. Der Nachfolger von Nummern wie “Das blau-kristallne Kämmerlein” und “Am Wolkenstieg”. Dieser Song lebt so wie schon dessen “Vorgänger” nur von Thomas Helm’s sanftem Gesang und kurzen Melodie-Collagen die er dabei auf den Tasten zum besten gibt. Fakt ist, in Sachen Intensität und Ausstrahlung steht We Are Alone seinen “Geschwistern” in absolut nichts nach und bereitet super auf die beiden letzten Stücke vor.

 

With The Current Into Grey ist wie ich finde noch einmal ein Song der das gesamte Potenzial und Konzept des Albums in sich bündelt. Epische Keyboardklänge treffen auf Drumbeats und einen weiterhin höchst authentischen Thomas Helm, der in Sachen Gefühl bei dieser Nummer einfach nicht zu überbieten ist. Verträumt, atmosphärisch, energetisch, all das sind Schlagworte die With The Current Into Grey auf den Punkt bringen und alle Komponenten des Albums auf einen Nenner bringen. EMPYRIUM auf Höchstniveau.

 

The Turn Of The Tides schließt den musikalischen Kreis von EMPYRIUM in 2014 punktgenau. Gewissermaßen stellt der Song ein übergroßes Outro und das instrumental krasse Gegenstück zum Opener dar. Mit ambientlastigen Klängen verabschieden sich die zwei Musiker. Tragende Elemente des Songs sind eine einzelne Gitarre die sich im Post-Bereich wohl gut zuhause fühlt und der beschwörende Gesang von Thomas Helm. Der Song transportiert die Unendlichkeit wie die Vergänglichkeit so, wie man es EMPYRIUM kennt…

 

Was soll ich nun am Ende zum Fazit sagen. Fakt ist: EMPYRIUM haben sich neu erfunden ohne auch nur einen Funken ihrer Authentizität eingebüßt zu haben. Und ich denke genau das ist der Grund warum es für dieses Album 12 Jahre brauchte. Einen ich nenne es mal “Wunsch” hätte ich für die Zukunft dennoch: Etwas weniger “aus der Dose” wäre sehr zu empfehlen für die nächste Platte. Momentan aber bin ich aber mit “THE TURN OF THE TIDES” einer von vielen glücklichen Fans und mir bleibt nur übrig ein dickes Dankeschön auszusprechen für das was EMPYRIUM hier abgeliefert haben. Wohl eines der besten Alben des Jahres!


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3 Kommentare

  1. Die Höchstbewertung hat mich neugierig gemacht, doch schon nach dem ersten Satz war mir klar, dass der Autor nicht sonderlich Ahnung hat, von dem was er da schreibt. 2002 soll die Neofolk Szene also “noch so [jung]” gewesen sein? Und “Weiland” gleich “eines der maßgebendsten Alben” dafür (will hier in keinster Weise abstreiten, dass es ein großartiges Album ist, es geht mir bloß um den Satz)?
    Tut mir leid, aber nach einem solchen Satz ist der Ernst des kompletten Reviews für mich verloren. Zwar zum Teil wirklich schön geschrieben, und sicherlich auch mit viel Mühe verfasst, aber schon im ersten Satz offenbart der Autor sein Unwissen. Vielleicht beim nächsten Mal zuerst über Neofolk informieren.
    Zweiter Kritikpunkt: Die Einleitung ins Fazit (“…das [sic!] ich riesiger EMPYRIUM-Fan bin und die Band für alles schätze was sie jemals veröffentlicht hat. Entsprechend ist dieses Review NICHT frei von Voreingenommenheit…”) hätte direkt am Anfang stehen müssen, damit der Leser nicht mit einer falschen Erwartungshaltung in dieses Review geschickt wird. Volle Punktzahl von jemandem der soetwas schreibt – leider nicht ernst zu nehmen. Bitte schaut euch selbst zuliebe, dass die Reviews demnächst nicht von “Fanboys” verfasst werden. Danke!

    • Halllo Klage,

      danke für deine Kritik, das Review wurde nach den Kritikpunkten überarbeitet.
      Jedoch hat jeder Redakteur die Freiheit auf seine eigene Bewertung und deshalb wird diese Bewertung auch nicht geändert.

  2. Da wir nun unser Bewertungssystem geändert haben, müssen nun 75% der Redakteure für eine 10 Punkte Wertung zustimmen. Deshalb wurde die Wertung von 10 auf 9 geändert.

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