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Festivalbericht

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Halloween Dudefest 2016

Festivalberichte

Ort:

Karlsruhe @ jubez

Datum:

31.10.2016

Uhrzeit:

ab 17:45 Uhr

Genre:

Post Rock, Shoegaze, Blackgaze, Post Metal

Preis:

VVK 33€ / AK 35€

Flares
Hemelbestormer
Syndrome
Fjørt
MONO
Alcest

Halloween Dudefest 2016

Geschrieben am von Architeuthis | 876 mal gelesen


Am 31.10. war es also soweit. Alcest und Mono gaben sich im Jubez Karlsruhe die Ehre und hatten im Rahmen des Halloween Dudefest noch ein paar Support-Bands im Gepäck. Die Location ist ein in der karlsruher Innenstadt gelegenes Jugend- und Kulturzentrum, in dem neben Konzerten auch diverse Workshops und andere kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Aufgeteilt auf zwei Bühnen, versprach der Abend Post-Rock/Blackgaze en masse.

 

Gegen 17:45 begann auf der kleineren der beiden Bühnen der Opener des Abends. Flares, die den weiten Weg aus dem Saarland angetreten hatten, warfen dem Publikum direkt eine Wall-of-Sound entgegen die sich gewaschen hatte. Gitarren und Synths lieferten sich einen Schlagabtausch getragener Riffs und Melodien, während Bass und Schlagzeug kontinuierlich Druck aufbauten. Ohne Eintönigkeit aufkommen zu lassen, steigerten sich die fünf Mitglieder immer wieder in ihrem Spiel, um mehrfach beeindruckende Klangwelten entstehen zu lassen. Die Eigenintepretation von Michael Jacksons “They don’t care about us” gab dem ganzen noch das gewisse Etwas und beendete damit den vielversprechenden Auftakt des Abends.

 

Gefolgt wurde dieser von Hemelbestormer aus Belgien. Diese hatten neben ihrem sehr doomigen Sound noch ein kleines Ass im Ärmel. Während die Band auf der Bühne ihr ebenfalls rein instrumentales Schaffenswerk zum Besten gab, wurde Sie durch Videoprojektionen hinter der Bühne darin unterstützt das Publikum auf eine akustische Reise durch Raum und Zeit zu nehmen. Zeitlupenaufnahmen von brechenden Wellen, Wolken und Gebirgen wurden im Laufe des Auftritts zu einer Rundreise durch Galaxien und Sternsysteme. Meiner Meinung nach eine perfekte Symbiose mit der Musik der Band und mein persönliches Highlight des Abends.

 

Auf Leinwand und Projektion griff auch der nächste Act zurück. Amenra-Gitarrist Mathieu Vandekerckhove, lies mit seinem Solo-Projekt Syndrome jeden an der Notwendigkeit mehrerer Musiker in einer Band zweifeln. Mithilfe von Loops und Effektgeräten ließ er im Alleingang einen Sound entstehen, der mit den anderen Bands des Abends locker mithalten konnte. Am Ende ließ der Belgier noch einmal alle Gitarren-Spuren die er bis zu diesem Zeitpunkt eingespielt hatte gegeneinander antreten. Lautstärke und Intensität der Musik steigerten sich bis zu einem Punkt, an dem manche schon von physischen Schmerzen sprechen würden. Das anwesende Publikum ließ sich davon aber nicht beirren und spendete danach den gebührenden Applaus.

 

Mit dem Auftritt von Fjørt verlagerte sich das Geschehen in den nächst größeren Raum und damit auch auf die größere der beiden Bühnen. Die Aachener lieferten eine solide Show ab, wobei sie als erste Band des Abends auch einen Sänger zu ihren Mitgliedern zählten. Der deutschsprache Post-Hardcore kam gut an und auch wenn sie musikalisch nicht ganz ins Schema der anderen Acts passen, konnten Fjørt dennoch auf ganzer Linie überzeugen. Lediglich die Message an das Publikum (sinngemäß: “Bedenkt was ihr alles habt und das es Menschen gibt die nichts haben.”) kam mir bei einem Konzert das satte 35€ Eintritt kostetet etwas fehl am Platz vor. Aber da möchte ich der Band auch keinen Strick drauß drehen, da der eigentliche Inhalt der Ansage positiv zu bewerten ist.

 

Mit MONO erreichte der Abend einen der beiden Headliner. Die japanischen Post-Rock Größen, die vor kurzem ihr mitlerweile neuntes Album “Requiem For Hell” veröffentlicht haben, füllten den Saal in gewohnter Manier mit einer dichten Atmosphäre die sofort alle Anwesenden in ihren Bann schlug. Der Patschuliduft in der Luft, der Nebel auf der Bühne und der melancholische Sound der Band verband sich zu einem Gesamtkunstwerk das seines Gleichen sucht.

 

Alcest bildeten nach all den gelungenen Auftritten noch den krönenden Abschluss des Abends. Sie gaben eine gesunde Mischung aus alten und neuen Songs zum besten und auch wenn der Gesang zunächst etwas leise abgemischt war, konnten die Franzosen auf ganzer Linie überzeugen. Der Mix aus langsamen, traurigen Melodien und harten Black Metal Riffs kam gut an und eine entsprechend positive Rückmeldung seitens des Publikums ließ nicht lange auf sich warten.

 

Summa summarum war das diesjährige Halloween Dudefest ein großartiger Abend mit großartigen Bands. In diesem Sinne, gerne wieder!

 

Unser Dank gilt neben den Veranstaltern auch Marc Linkenheil der uns die Fotos des Festivals zur Verfügung gestellt hat. Mehr dazu findet ihr auf seiner Homepage www.xembracex.de

 

 

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