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CD-Review

Mork-Dauden-Drudensang-Hordagaard-Split
Hordagaard/Mork/Dauden/Drudensang
"4Way-Split"


Atmospheric Black Metal, Black Metal

Autor Users

7

8

Release:

07.04.2016

Dauer:

40:49

Songs:

11

Albumtyp:

Split Album

1. Hordagaard - King of Pandemonium
2. Hordagaard - The Old Era
3. Hordagaard - Woman of Dirty (Underwear) Desires
4. Hordagaard - Filthy Fucking Coitus Whore
5. Mork - Den Lukkede Porten
6. Mork - Black Thrashing Roll
7. Mork - Slaget om Fjellet
8. Dauden - God Did Not Create Us
9. Dauden - Once Victorious
10. Drudensang - Intro Geisterzug
11. Drudensang - Geisterzug

4Way-Split

Geschrieben am von Invidia | 1035 mal gelesen


10

Hin und wieder kommt es vor, dass aus dem Mutterboden unter norwegischer Flagge noch sehr hörenswerte Untergrundbands sprießen – drei davon haben sich nun für einen Silberling zusammengetan und erhalten noch feuerkräftige Unterstützung aus deutschen Gefilden.

 

Die Neuauflage vom siebten April dieses Jahres durch Dominance of Darkness Records erreichte nun auch uns im Aschereich. Ursprünglich erschien die Split in einer 200er Limitation auf Tape über Narbentage-Records.

 

Der norwegische Einzelkämpfer Fauk eröffnet das Werk mit seinem mittlerweile zu Grabe getragenen Projekt Hordagaard, welches seit 1999 auf eine beachtliche Anzahl an Werken zurückblicken kann.

 

Die Speerspitze bildet King of Pandemonium und galoppiert nach dem obligatorischen UGH! im wunderbar rohem Gewand einem fast schon mystisch anmutendem Mittelteil entgegen. Sehr urig, sehr norwegisch. Sehr interessant. Ein Pendant dazu wurde leider mit dem darauf folgenden Old Era geschaffen. Mit sehr simplem Riffing und blubberndem Growling wird hier in fast drei Minuten weder Atmosphäre aufgebaut, noch den Anfängen gehuldigt. Ein weiteres Fragezeichen wird mit dem Titel Woman Of Dirty (Underwear) Desire erzeugt – wohl des Titels wegen eine Hommage an Bathory darstellend hat das Stück jedoch leider qualitativ weder instrumental, noch durch eine arg penetrante Sprech-Stimme inhaltlich viel zu bieten. Den Abschluss bildet mit dem sehr trashig (ja, ohne erstem h) Namen betitelte Filthy Fucking Whore, welches mit interessantem Riffing und Geschwindigkeitswechseln die vorausgegangenen Patzer wieder gutzumachen versucht, dies jedoch aufgrund des eigentümlichen Sprechgesanges nicht zur Gänze zu schaffen vermag.
Es scheint, als wurden die Überbleibsel alter Alben für diese Split schlichtweg als Abgesang verwendet, was, wie im erstgenannte Falle, ein bisher verborgenen Schatz und, wie die darauffolgenden Titel, wohl besser vergraben gebliebene Leichen darstellt. Interessenten des Projektes sind da mit der 2011er Sammlung Kveldskved wesentlich besser bedient.

 

Die nächste Angriffswelle bilden das Norweger-Duo Mork und legen mit Den Lukkede Porten einen durch Streichern unterstütztes, sehr rohes und hängenbleiben Start hin. Immer wieder durchbrechen die Streicheinlagen das hypnotische Bass-Trommelfeuer. Auch bei dieser Schlachtenformation sind die Einflüsse der Landeswurzeln in ihrer ganzen Kälte klar herauszuhören. Kaum sind die letzten Saitenstriche verklungen, gibt es mit Black Thrashing Roll in bester Darkthrone-Manier auf die Ohren. Ebenfalls vergleichbar wäre die kurze akustische Prügelei mit Whiskey Ritual und weiß auf Anhieb zu gefallen. Mit dem abschließenden Slaget Om Fjellet beweisen auch diese seit 2004 aktiven Nordmannen, dass auch Sie dem Urschleim des Genres entsprungen sind und liefern eine hoch atmosphärische Breitseite norwegischer Kälte, inklusive Keyboard-Untermalungen.

 

Ohne eine Feuerpause zu gewähren breschen anschließend die ebenfalls aus Norwegen stammenden Dauden mit God Did Not Create Us ins Geschehen. Geboten wird hier ein kompromissloses und schnelles Stück nordischen Schwarzmetalls, welches im Vergleich zu den zuvor genannten Schlachtgefährten des Silberlings etwas knackiger und sauberer abgemischt daherkommt. Die seit 2005 aktiven Sarpsborger verstehen ihr Handwerk durchaus, sodass das folgende Once Victorius ebenso verheerend jedweden Zweifel ob der Qualität des hier gebotenen hinwegfegt.

 

Die Nachhut bilden nun abschließend die Bayern um Drudensang und schweben mit dem Intro Ritus beinahe gespenstisch über die zuvor niedergefegte Gedankenlandschaft, ehe mit Geisterzug mein persönlicher Albenhöhepunkt gebildet wird. Die Metamorphosen von der Blackhorned Wargoat, über Ravnsvart bis hin zur jetzigen Reife ist der Schlachtenformation wahrlich anzuhören und das Werk muss sich keineswegs hinter jenen der norwegischen Split-Mitstreiter verstecken. Wie auch schon bei anderen Projekten wie Schrat oder Winterreich beweisen alle Akteure, dass sie ihr Handwerk vorzüglich beherrschen.

 

Die Bewertung fällt bei Split-Rezensionen stets recht schwer, doch würde ich allein für die letzten 3/4 der Scheibe eine dringende Empfehlung aussprechen!


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