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Konzertbericht

minasmorgul2015web
Immortalis, Vargrimm, Darkestrah, Minas Morgul

Konzertberichte

Ort:

From Hell, Erfurt Bindersleben

Datum:

06.06.2015

Uhrzeit:

ab 19:30 - 01:00 Uhr

Genre:

Black Metal, Pagan Metal

Preis:

15€

Immortalis
Vargrimm
Darkestrah
Minas Morgul

Immortalis, Vargrimm, Darkestrah, Minas Morgul

Geschrieben am von Swipal | 802 mal gelesen


So zog es mich nach längerer Zeit wieder für einen Konzertbericht in das From Hell nach Erfurt. Für ein gar nicht mal so schlechtes Line Up, denn Vargrimm und Darkestrah sieht man nicht alle Tage. Pünktlich 19:20 Uhr kam ich also bei bestem Wetter im From Hell an. Es war noch recht leer, aber bei den Temperaturen kein Wunder: Die meisten saßen wohl noch daheim am Grill. Da die erste Band Immortalis auch noch nicht auf der Bühne stand, war der erste Gang dann erst mal in den hauseigenen Biergarten. Hier herrschte schon ein regeres Treiben. Irgendwann schlossen sich dann die Türen nach drinnen auf und man hörte dumpf, dass es nun los gehen sollte. Immortalis spielten und spätestens jetzt hätte ich mir meine Lederkutte weg gewünscht. Bei gefühlten 100° C stand ich fast alleine im Saal.
Zum Nachteil für Immortalis änderte sich auch nichts an der Raumfülle während ihres gesamten Auftrittes. Dennoch haben die beiden alles gegeben und sich von der Hand voll Zuschauer und dem trägen Applaus nicht beirren lassen und ihr Ding durchgezogen. Ein paar kleine Patzer waren ab und an mal zu hören aber das dürfte bei der noch recht jungen Band keinen gestört haben. Insgesamt war es ein solider Auftritt, der Sound war okay und das Zuhören hat Spaß gemacht. Dennoch scheint man nicht mehr wegen unbekannteren Bands zu den Konzerten zu gehen, da der Biergarten voll war. Die „Division 1313“-Anhänger bleiben wohl nur Minas Morgul treu.

 

Nach einem kleinen Soundcheck und der Umbaupause machten sich dann Vargrimm bereit. Rasch füllte sich der Saal (der trotzdem nicht stark gefüllt wurde durch die generell mangelnde Anzahl an Zuschauern). Ich wurde durchaus überrascht, da ich unter Vargrimm eher 0815-Pagan-Metal in Erinnerung hatte, doch an diesem Abend wurde ich eines Besseren belehrt. Die Zuhörerschaft war genauso angetan vom Klang der Berliner wie ich. Harte Riffs und ordentliche Gitarrensolos, dazu abwechslungsreicher Schrei- und dezent platzierter Klargesang des zweiten Gitarristen, formten einen schönen neuartigen Klang. Dass die Herren von Vargrimm Freude am Livegeschehen hatten, sah man ihnen an und sprang das auch auf das Publikum über. Insgesamt ein ordentlicher Auftritt, der definitiv Lust auf mehr machte.

 

Nun wurde es düster: Darkestrah, eine Black Metal-Band, betraten die Bühne. Nach einem noch relativ humorvollen Soundcheck wurde die Stimmung schlagartig ernst. Ein langes Intro eröffnete den Auftritt und atmosphärischer Black Metal, wie er im Buche steht, durchdrang das immer noch viel zu warme From Hell. Die Band schien mit dem Bühnenklang recht unzufrieden und der Tontechniker schaffte es erst gegen Mitte des Gigs, die Jungs zufrieden zu stellen. Ein Lob geht nun an den Drummer, welcher echt zu ackern hatte und auf technisch höchstem Niveau sein Können zum Besten gab. Der Bass hingegen hatte sehr wenig zu tun. Stimmlich gab es wenig zu beanstanden. Nur soundtechnisch hätte ich mir mehr Gitarrenklang gewünscht. Diese gingen bei dem mächtigen Drum und den Keyboard-Sounds etwas zu stark unter. Trotz der großen Anhängerschaft der Gruppe gab es leider keinen Merch von Darkrestah, was für viele sehr schade war.

 

Nun sollte nach einer kurzen Pause der Höhepunkt des Abends, Minas Morgul, auftreten. Vorab muss ich zugeben, ich habe auf alte Lieder gehofft und wurde enttäuscht. Viel neues Zeug wurde gespielt. Der Auftritt insgesamt war trotzdem sehr solide und hat auch Stimmung erzeugt. Die Fans waren begeistert, am Sound gab es gar nichts zu meckern und Minas Morgul haben ihre Show durchgezogen. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass die Anzahl der Zuschauer abnahm. Mich selbst konnte der Auftritt von den Headlinern des Abends nur wenig überzeugen, doch das ist nur meine Meinung.

 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es ein feiner Konzertabend war, der gerade mit Vargrimm eine für mich große Überraschung darbot. An den drei Merchständen gab es auch die ein oder andere Rarität für wenig Geld zu erstehen, was sicher nicht nur mir den Abend durchaus versüßen konnte.

 

Quelle: Massenvernichtung Webzine 2015


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