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Tipp der Redaktion

IDD
Imperium Dekadenz
"Dämmerung der Szenarien"


Epic Black Metal

Autor Users

9

7

Release:

02.07.2007

Dauer:

51:03

Songs:

10

Label:

Perverted Taste

Albumtyp:

Full-Lenght

1. Into Breathless Sleep
2. Der Dolch im Gewande
3. Staub und Erinnerung
4. Dämmerung der Szenarien
5. Hordes from the Dark Star
6. Nebelbrandung
7. Harmatia
8. Reich der fahlen Seelen
9. The Night whispers to the Wise
10. Waiting

Dämmerung der Szenarien

Geschrieben am von Max | 1813 mal gelesen


10

Mit ihrem zweiten Album „Dämmerung der Szenarien“ haben die beiden Schwarzwälder Vespasian und Horaz wahrhaftig einen Meilenstein in der Bandgeschichte von Imperium Dekadenz errichtet.
Was auf dem Debüt „…und die Welt ward kalt und leer“ zwar schon zu erahnen war, aber aufgrund von kleineren und größeren Ungereimtheiten nicht wirklich zur Geltung kam, ist mit „Dämmerung der Szenarien“ mit erstaunlicher Präzision auf den Punkt gebracht worden: Dunkle, druckvolle Atmosphäre gepaart mit epischen Momenten, gekonnt durch Text und Klang zum Ausdruck gebracht und dabei immer wohldosiert und nie erdrückend.
Obwohl die Dynamik der einzelnen Tracks eine klare Abfolge bildet, die aufeinander aufbaut, springt der Text inhaltlich vom Kaisermord im antiken Rom bis hin zum verzweifelten Streben der Brandung nach dem Mond und weiß dabei mit bildreicher Sprache und Metaphern den schweren Melodien einen wagen Sinn einzuhauchen.
Den Auftakt macht mit „Into Breathless Sleep“ ein bedeutungsschwangeres Instrumentalstück, das mit zurückhaltender Akustikgitarre und hintergründigen Synthy-Sounds auf das kommende Epos vorbereitet.
Gleich darauf geht es mit „Der Dolch im Gewande“ und „Staub und Erinnerungen“ in voller Instrumentalisierung zur Sache, allerdings ohne stumpfes Geprügel, sondern stets bedacht und vor allem durchdacht.
Anschließend tritt das Titelstück „Dämmerung der Szenarien“ erst einmal kräftig auf die Bremse und bietet mit entspannenden Akustikklängen eine kurze Verschnaufpause bevor das erste englische Stück (mit ein Paar lateinischen Phrasen) „Hordes from the Dark Star“ das Ruder erneut herumreißt indem es genauso düster klingt, wie der Titel erahnen lässt, zumindest bis mit dem wohl epischsten „morituri te salutant“ der Geschichte die Stimmung umschwingt und getragene Melodien zum Träumen verleiten.
„Nebelbrandung“ knüpft daran an und lässt den Hörer am ebenso romantischen, wie hoffnungslosen Streben der Brandung, endlich den unerreichbaren Mond zu umarmen teilhaben, bevor mit „Harmartia“ erneut ein akustischer Einschnitt stattfindet.
„Reich der fahlen Seelen“ ist das wohl simpelste Stück auf der Platte, was nicht heißen soll, dass hier Abstriche gemacht werden, sondern, dass durch das Thema, welches sich mit kleinen Änderungen durch das gesamte Stück zieht auf eine andere Weise, als sonst Atmosphäre erzeugt wird. Im Gegenteil klingt die Melodie so befriedigend, dass es fast schade ist, dass „reich der fahlen Seelen“ mit knapp über vier Minuten das kürzeste Stück des Albums ist, wenn man die Instrumentalstücke außen vor lässt.
„The Night whispers to the Wise“ ist erneut in englischer Sprache gehalten und hält sich im Vergleich zum Rest der Platte stimmungsmäßig eher im seichten Gewässer auf, was nach dem vielen Auf und Ab durchaus wilkommen ist.
Schließlich endet „Dämmerung der Szenarien“ mit „Waiting“, dem einzigen Lied, welches nicht aus der Feder von Vespasian und Horaz stammt, eine aufrührende, emotionsgeladene Reise in einem gemäßigten Pianostück, das dazu einlädt, die letzten 50 Minuten noch einmal revue passieren zu lassen.

Alles in allem ist „Dämmerung der Szenarien“ ein wirklich gelungenes Album, das kaum Schwachpunkte aufweist, wenn man sich die Zeit nimmt und es in Gänze auf sich wirken lässt.


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