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Tipp der Redaktion

Front Cover CD
Krajiny Hmly
"Na Konci Ciest (At the Journey's End)"


Black Metal, Epic Black Metal, Pagan Black Metal

Autor Users

9

5

Release:

30.06.2016

Dauer:

41:14

Songs:

6

Label:

Art of the Night Productions, Echoes of Koliba Productions

Albumtyp:

Full-Lenght

1. V reťaziach spútané naveky
2. Do hlbín spánku zabudnutia
3. Pustina
4. Cesta do temnoty ukrytej za hviezdami
5. Vo víchre času
6. Plameň už tíchne

Na Konci Ciest (At the Journey's End)

Geschrieben am von Cernunnos | 1020 mal gelesen


10

Die Kombo aus der Slowakei mit dem kaum aussprechbaren Namen KRAJINY HMLY (laut Metalarchives ”Land of Mist”) existiert seit nunmehr fünf Jahren und dürfte hier in Deutschland eher weniger bekannt sein. Das erste Mal bin ich auf diese Band auf dem ”Helvete – Confederacy of Hatred”-Sampler des englischen Labels SixSixSix Music gestoßen und war wegen ihrer rauen, chaotischen Spielweise sofort überzeugt. Der slawischen Black Metal – Szene wird hierzulande leider zu wenig Beachtung geschenkt – vermutlich wegen der Sprache. KRAJINY HMLY haben da mitgedacht und auf ihrem neuen Album NA KONCI CIEST (At the Journey’s End) die englische Übersetzung den Songtiteln beigefügt, was das Ganze für uns einfacher macht.

 

Den Opener macht V RETAZIACH SPÚTANÉ NAVEKY (Shackled for Eternity) und bereits nach fünf Sekunden bietet uns hier der klassische Sound der slawischen Black Metal – Szene. Eingängiges Riffing, welches, wenn man es einmal auf dem Akkordeon spielen würde, einem Polka gleichkommt, zieht sich durch das gesamte Intro. Nach gut einer Minute zeigen die fünf Männer in aller Gänze, was sie können. Black Metal – Gedresche unterlegt mit einem epischen Synthesizer-Sound, dazu das hasserfüllte Geschrei von Sänger Samos – top! Der Leadgitarren – Part in V RETAZIACH SPÚTANÉ NAVEKY ist sehr eingängig und betont hier wiederholt die Herkunft dieser Band.

 

DO HLBÌN SPÁNKU ZABUDNUTIA (Oblivious Depths of Sleep) ist auch der Beitrag des zuvor erwänten ”Helvete – Confederacy of Hatred”-Samplers. Schnell und treibend mit einem Refrain, den man vielleicht sogar hier in Deutschland bei einem Konzert mitgrölen könnte. Der Gesang ist trotz Sprachbarriere gut zu verstehen. Auch hier wird wieder verstärkt mit epischen Synthesizer-Parts gearbeitet, was dem Stück einen Hauch von Wehmut verleiht. Etwas verwirrend finde ich die Endpassagen der Leadgitarre, in meinen Ohren klingt das etwas schief.

 

In PUSTINA (Wasteland) geht das Ganze schon wieder etwas geordneter über die Bühne. Im ersten Moment erinnert der Sound in PUSTINA an Bands aus dem hohen Norden, was jedoch nach kurzer Zeit wieder rückgängig gemacht wird. KRAJINY HMLY bleiben ihrem Stil treu und gerade bei den Clean Vocals wird man wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. PUSTINA ist für mich der stärkste Track auf dieser Scheibe.

 

Das vierte Stück nennt sich CESTA DO TEMNOTY UKRYTEJ ZA HVIEDEZDAMI…ist klar, oder? ”Journey to the Darkness hidden beyond the Stars” dürfte da wohl verständlicher sein. Sehr schnell, sehr treibend und wieder unterlegt mit hohen Synthesizer-Sounds. Obwohl KRAJINY HMLY stetig die gleichen Mittel benutzen, und obwohl alle Tracks sehr schnell sind, kommt dennoch nie Langeweile auf. Das Riffing und Drumming ist dermaßen facettenreich, dass in jedem Takt etwas Neues entdeckt werden kann.

 

VO VÍCHRE CASU (In the Windstorm of Time) lebt von einer sehr eingängigen und chaotischen Leadspur untermalt mit treibendem Drumming, das hin und wieder durch Samos’ Geschrei unterbrochen wird. Der Wechsel zwischen Clean Vocals und markerschütternden Schreien unterstützen den Aufbau einer schwermütigen Atmosphäre ungemein. VO VÍCHRE CASU ist mit über achteinhalb Minuten der längste Track auf diesem Silberling.

 

PLAMEN UZ TÍCHNE (Fire falls silent) im Vergleich zu den vorherigen Stücken recht langsam und geordnet mit einem sehr guten Lead – Riffing. Das Tempo steigert sich mit fortlaufender Spieldauer nur vereinzelt, was zum Schluss dieser Scheibe sehr erfrischend wirkt.

 

Fazit: KRAJINY HMLY liefern mit NA KONCI CIEST ein beeindruckendes Werk ab. Alles an dieser Veröffentlichung ist durchdacht: von den Songtiteln, über die Stücke an sich bis hin zum Coverartwork, welches zurecht bei BDP Metal als ”Best Black Metal Cover in June 2016” augezeichnet wurde. Einziges Manko: für mich sind einige Passagen auf dem Gesamtwerk etwas ZU chaotisch, sodass es mir teilweise schwer fällt, den roten Faden wiederzufinden. Das ist allerdings nicht weiter dramatisch. Spieltechnisch trotzdem oberstes Niveau. Ich kann jedem nur ans Herz legen, die slawische Black Metal – Szene im Auge zu behalten – da tut sich etwas.


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