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Konzertbericht

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Lantlôs- Waves of light Tour with Falloch, special guest: Eisregen

Konzertberichte

Ort:

Steinbruch Theater Darmstadt

Datum:

20.09.14

Uhrzeit:

ab 19.45- 0:30

Genre:

Post- Black- Metal, Dark- Metal

Preis:

20 Euro

Lantlôs
Falloch
Eisregen
lokaler Support: Incordia

Lantlôs- Waves of light Tour with Falloch, special guest: Eisregen

Geschrieben am von Kati | 2538 mal gelesen


Es versprach ein erfolgreicher und atmosphärischer Samstagabend, im schön gelegenen Hessen, zu werden. Wie gewohnt bringen attraktive Konzerte einen gewissen Anfahrtsweg mit sich. Darauf deuten die unterschiedlichen Autokennzeichen vor dem Steinbruchtheater hin.
Bereits der Eingang ließ auf eine Underground Atmosphäre schließen. Der unter Einheimischen verwendete Name „Bruch“, beschreibt die Location ganz zutreffend: düster, charmant und dennoch legendär. Man könnte sie auch mit einem Kerker vergleichen, in wessen Verließ man nur durch ein Drehkreuz hinein und hinaus gelangt. Dazu passt auch die Tatsache, dass keiner während des Konzertes die Location verlassen darf- Persönlich gesehen ein klarer Minuspunkt- .
Allgemein ist der „Bruch“ eine feste Größe in der südhessischen Metal-Szene. Es sind bereits zahlreiche Bands darin aufgetreten. Darunter Sepultura; demnächst auch Eluveitie, Agrypnie, Varg, Finntroll, Harakiri for the sky und viele mehr. Zur Zeit wird jedoch leider um eine Schließung des Steinbruchtheaters verhandelt, was daraus wird, bleibt abzuwarten. Der Bruch besteht aus 3 großen Räumen, sowie einem Biergarten mit Bänken für die zahlreichen Raucher. Erwähnenswert finde ich auch das hauseigene Bistro, welches von vielen Leuten mit steigendem Alkoholpegel genutzt wurde. Nimmt man die Preise unter die Lupe, so fällt schnell auf, dass die Essenspreise solide erscheinen, während Bier und Longtrink Preise (auf dem Hintergrund basierend, dass keiner ans Auto gehen kann) überteuert sind.
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Nun zum eigentlichen Teil. Den Auftakt des Konzertes machen Incordia, eine 5 köpfige Melodic Death Metal Band aus Darmstadt. Vorbildlich finde ich diesbezüglich die Einstellung, kleineren lokalen Newcomer- Bands die Möglichkeit zu geben, sich im Rampenlicht solch grandioser Headliner verwirklichen zu können. Den Gesang übernimmt hierbei eine Frau. Die Band hat einige Besetzungswechsel über die Jahre vollzogen. So zählen 3 der 5 Bandmitglieder erst seit 2014 zur aktuellen Besatzung. Sie kombinieren knallharte Riffs und Breakdowns mit epischen Melodien und melancholischen Texten. Als gelungen empfand ich persönlich besonders das von Amon Amarth gecoverte Lied: Pursuit of Vikings.

 

 

falloch-09-2014-04Zweite Band des Abends ist die schottische Atmospheric Post Metal Band Falloch, welche nach fast 3 Jahren, die Waves of Light Tour nutzen, um ihr zweites Album: „This Island, our Funeral“ zu präsentieren. Hierzu muss man sagen, dass der Fokus weiterhin auf dem alten Album liegt und vereinzelt Songs des neuen Albums gespielt wurden. Ihr Auftreten hat ruhig, professionell und gar episch gewirkt. Musikalisch punktet der druckvolle clean Gesang, welcher als unverwechselbares Merkmal der Band angesehen werden kann. Schön zu sehen war hierbei, wie die Musik ein unglaubliches Gefühl von positiver Melancholie in einem hervorruft, was viele in eine Art Trancezustand der völligen Ekstase versetzt hat.

 

 

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Mein persönliches Highlight des Abends ist die deutsche Post- Black- Metal- Band Lantlôs. Da sie bisher nur vereinzelt und 2012 erstmals in Deutschland gespielt haben, scheinen sie für viele der Favorit des Abends zu sein. Sie sind live gleich zu 5. unterwegs. Das Vorhandensein 3er Gitarren macht sich auch im unfassbaren Sound und einer packenden Atmosphäre bemerkbar. Auch sie haben 2014 ein neues Album: Melting Sun auf den Markt gebracht, aus welchem sie vereinzelt gewählte Lieder spielen. Die Wirklichkeitsflucht und psychische Erkrankung des Sängers als Quelle musikalischer Inspiration, spiegelt sich in wahren Lichtwellen (Waves of light) drückender Melancholie, Sehnsucht und Hoffnung aus. Dies lässt die Konzertbesucher, so auch mich, durch diverse Klangwellen „schweben“ und führt bei vielen zu dem Schließen der Augen als verstärkendes Mittel der Bewusstseinswahrnehmung.

 

eisregen-09-2014-10 Die letzte Band des Abends ist wohl auch die am meist diskutierte Band. Die düstere und dennoch melodische deutsche Dark- Metal- Band Eisregen bieten ein wahres Kontrastprogramm im Vergleich zu den bisherigen Gigs. Für viele scheint dies eine sehr ungewöhnliche Tour Kombination zu sein. Dennoch ist Eisregen ein immer gern gesehener Gast und nur einmalig mit an Bord bei der Waves of light Tour in Darmstadt. Wer sie kennt, weiß, dass Eisregen ab der ersten Minute für wahre Stimmung sorgen. Ihre fast 20 jährige Erfahrung machen sich in ihrem Auftreten bemerkbar und lassen sie zu einem wahren Klassiker des deutschen Metalbereich werden. Ihre immer wieder für Wirbel sorgenden Songtexte und ihr ständiges Auftreten über die Jahre hinweg, hat im Allgemeinen jedoch zu einer Spaltung in Befürworter und Ablehner geführt. Meine Skepsis bezüglich der Tour- Kombination hat sich nach Auftritt von Eisregen gelegt. Die sich aufbauende Melancholie während Falloch und Lantlos hat sich bei Eisregen zu einer „Bier reichen“ Partystimmung gewandelt und das Konzertende schön abgerundet.
Alles in Allem ein sehr gelungenes Konzert. In diesem Sinne Prost!

 

Bilder Quelle: http://www.dark-festivals.de


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