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CD-Review

Mangel 2014
Mangel
"Mangel"


Black Metal, Melodic Black Metal

Autor Users

7

5

Release:

01.10.2014

Dauer:

16:18

Songs:

4

Label:

Eigenproduktion

Albumtyp:

Single

1. Mangel
2. Finstere Nacht
3. A drift in desire
4. Wahllos

Mangel

Geschrieben am von Fnord | 1833 mal gelesen


10

Mit Mangel hat der Leadgitarristen der Power Metal Band Involution 2010 ein deutlich schwärzeres und härteres Solo-Projekt gestartet. Erfreulicherweise klingt hier der musikalische Hintergund nur dezent durch und die Melodieläufe passen sich stimmig (vergleichbar mit Szenegrößen wie Der Weg einer Freiheit) in das Gesamtbild ein. Als Einstand erschien Ende 2014 die gleichnamige und eigenproduzierte EP.

 

Als Einleitung dient eine einfach begleitete Klaviermelodie über leichtem Windrauschen. Sie bildet die Grundlage für die Szenerie im ersten Titel Finstere Nacht, die passenderweise die Tristesse einer nächtlichen Stadt beschreibt. Musikalisch untermauert wird dies durch Blastbeats und melodische Gitarrenfiguren, die Gesangsstimme klingt überzeugend und angebracht. In der Mitte und gegen Ende des ersten Stücks wechselt der Charakter durch neue Melodieführungen, was für mich die Stimmung etwas zerstört.

In A drift in desire klingen nun die melodiösen Wurzeln stärker hervor und doch gelingt die Mischung mit dem rauen Gesang, wodurch ich glücklicherweise den Gedanken an Power Metal schnell verliere. Eine deutsch getextete Sprechpassage passt sich hier in das sonst englische Sprachbild.
Der letzte Titel der EP, Wahllos, birgt erneut eine Mischung aus vertrautem Black Metal und melodischen Gitarrenstimmen. Hier gefällt mir leider genau diese Verbindung nicht, ein Loslösen vom Melodieteil in der ersten Hälfte hätte ein stimmiges und passendes Bild ergeben.

 

Mangel wagt mit dieser EP den Spagat zwischen zwei Genre – von solchen Versuchen bin ich häufig schon enttäuscht worden. Doch insgesamt scheint ihm das hier doch recht gut gelungen zu sein, wenn mir auch ein eher Black Metal orientiertes Album besser gefallen hätte.

 

Ein großes Fragezeichen tut sich bei mir allerdings bei den Texten (deutsch wie englisch) auf. Viele Reime scheinen auf gezwängt, der Zusammenhang einzelner Bilder, Verse oder Zeilen fehlt und manches wirkt zu geschwollen. Es scheint, als ob hier möglichst viel Ausdruck zusammenhangslos in einen Text gezwängt und dabei das Gesamtbild verloren wurde. Schade, bei einer doch recht dankbaren Thematik.

 

Für die Bewertung der Gesamtheit des Albums tut sich somit eine Kluft für mich auf: Musikalisch kann ich diesem Werk einiges abgewinnen und werde es mir durchaus erneut anhören. Durch die textliche Gestaltung aber fällt die Bewertung niedriger aus.


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