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Tipp der Redaktion

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Meuchelmord
"Nostalgia"


Atmospheric Black Metal, Black Metal, Depressive Black Metal

Autor Users

8

7

Release:

01.08.

Dauer:

38:22

Songs:

7

Label:

Winterwolf Records

Albumtyp:

Full-Lenght

1. Glänzende Kugeln
2. Rabensang 3. Nostalgia 4. Zwischenspiel 5. Nacht der Wächter 6. Grau 7. Roter Mond

Nostalgia

Geschrieben am von Invidia | 794 mal gelesen


10

Unter dem allzu vertraut klingendem Titel Nostalgia lässt der niedersächsische Einzelkämpfer Cernunnos mit seinem seit 2011 aktivem Projekt Meuchelmord im kommenden August über Winterwolf Records die nunmehr fünfte Veröffentlichung auf die geneigte Hörerschaft los und gewährte uns, vorab einen Eindruck zu gewinnen. Der Herr schafft es, sich mit dem jüngsten Silberling im Vergleich zur erst im November vergangenen Jahres erschienenen Split mit Mavorim erneut in Sachen Qualität und Atmosphärendichte zu steigern. Unterstützt wird er auf diesem Werk von Szilárd Mihály von Kyptotype am Bass.

 
Glänzende Kugeln eröffnen schleppend den Reigen und werfen den Hörer nach kurzem Bassintro in eine dichte, kalte Atmosphäre, welche mit ihren ersten Klängen überraschend nach Mayhems Freezing Moon klingt. Gesangstechnisch wird hier mit Facettenreichtum und Verständlichkeit gepunktet. Die minimalistische Strukturgestaltung vermag es durch gekonnt gesetzte Steigerungen eine fast hypnotisch erdrückende Atmosphäre zu kreieren, bevor mit Rabensang der nächste Titel hereinplatzt. Das Stück wurde vorab auf Youtube zur Verfügung gestellt und dürfte dem einen oder anderen bereits bekannt sein. Man bleibt dem Mid-Tempo treu, welches an einigen Stellen von fast schon getriggert schnellem Doublebass-Feuer durchbrochen wird.

 

Es folgt der namensgebende Titel, welcher, aller Vermutung zum Trotze, nichts mit einem sehr namensgleichen Stück der bekannten französischen Kombo zu tun hat. An dieser Stelle fällt wieder sehr angenehm die Textverständlichkeit auf, jedoch auch erstmals das Manko eines vermuteten Drumcomputers durch die Monotonie der Hi-Hat. Nach einem verträumt-sehnsüchtig wirkendem Ausklang gelingt mit Zwischenspiel ein mit Piano/Synth-Klängen und Puls unterlegtes äußerst passend inszeniertes Instrumental-Stück als Brücke zur alsdann hereinbrechenden Nacht des Wärters. Diese wird im Anschluss von dem deutlich treibendem Grau abgelöst. Auch hier gelingt eingangs erwähnte Atmosphäre aufzubauen und durch dezent eingestreute Nuancen trotz einer an sich simplen Struktur die zumeist um die fünf Minuten andauernden Stücke interessant zu gestalten.

 

Den Abschluss bildet Roter Mond, welches im Vergleich zum Rest wesentlich roher und an ältere Werke sowie klassischen DSBM erinnert. Klirrende Hi-Hat-Salven nagen in der ersten Hälfte,die zu vermittelnde Verzweiflung, sehr im Gehörgang und bilden so einen interessanten Kontrast zur verträumt gespielten Saitenfraktion bis der abschließende Part marschartig und erlösend wirkend eingeläutet wird.
Insgesamt betrachtet bietet das Neuwerk eine interessante und mitreißende Reise in den Abgrund und weiss stets die Balance zwischen kalter Rohheit und bedächtigen Klängen zu halten. Diese Art von Musik sollte stets die Axt für das gefrorene Meer in uns sein – was vollends gelang.
Das Erscheinungsdatum ist bis auf August leider noch nicht genau bekannt.


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