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CD-Review

Page 1-8
Moloch
"Verwüstung"


Ambient | Atmospheric, Black Metal

Autor Users

6

8

Release:

20.02.2014

Dauer:

44:25

Songs:

8

Label:

Human to Dust

Albumtyp:

Full-Lenght

1. Todesstille
2. Blutmond
3. Spiritueller Selbstmord
4. Negativität
5. Nur der Tod ist wirklich
6. Die Kälte der Ewigkeit
7. Du bist nichts in dieser sterbenden Welt
8. Verwüstung

Verwüstung

Geschrieben am von Architeuthis | 1506 mal gelesen


10

Bei manchen Bands wartet man bekanntlich Monate oder sogar Jahre auf den nächsten Release. Sergiy Fjordsson, der ukrainische Kopf hinter dem Ein-Mann-Projekt Moloch, scheint seine Fans jedoch nicht so lang auf die sprichwörtliche Folter spannen zu wollen. Sage und schreibe 95 Veröffentlichungen haben seit Gründung des Projekts im Jahre 2002 das Licht der Welt erblickt.
Ganz nach dem Motto „Jeder Song ist es wert gehört zu werden“, scheint Sergiy jeden seiner kreativen Ergüsse in EPs, Splits, Compilations und Full-Length Alben zu bannen.

 

Vor mir liegt nun das nunmehr siebte Full-Length Album – „Verwüstung“. Die 8 Songs, mit knapp 45 Minuten Laufzeit, machen einen recht soliden Eindruck. Die Produktion ist Genre typisch grob gehalten, was aber lediglich die Soundqualität betrifft. Die Instrumente dagegen, sind sauber eingespielt und abgemischt.

 

Das Album beginnt mit dem 5 Minütigen Ambient-Intro „Todesstille“. Es ist recht wenig zu hören, aber die Atmosphäre die sich aufbaut ist stimmig und passt perfekt zu den übrigen Songs. Wer hier seine Lautsprecher zu laut aufdrehen sollte, wird beim Beginn von „Blutmond“ wohl einen minderschweren Hörsturz erleiden müssen, denn damit geht das Album dann auch richtig los.

 

Die Songs bleiben überwiegend im Mid-Tempo, hin und wieder durch schnellere Drum-Passagen beschleunigt. Abwechslungsreiche und eingängige Riffs, gepaart mit Blast-Beats und Maschinengewehr-Salven aus der Bassdrum, machen mächtig Druck und vermitteln im Zusammenspiel mit den Vocals einen interessanten Cocktail aus Aggression, Hass und Verzweiflung.

 

Gegen Ende sinkt mit „Du bist nichts in dieser sterbenden Welt“ die Geschwindigkeit noch einmal merklich, um danach mit dem Titeltrack und Outro „Verwüstung“ langsam auszuklingen.

 

Aber genug der Lobhudeleien, wie gut ist das Album denn nun wirklich?

Naja, das ist meiner Ansicht nach schwer zu sagen. Genre-Fans, die von Moloch noch nie etwas gehört haben (Nachholen!), werden das Album womöglich als Instant-Klassiker in ihre Regale stellen. Wer jedoch das Projekt und zumindest einen Teil der Veröffentlichungen kennt, der wird vor demselben Problem stehen wie ich. Nach 95 Releases ist es zweifelsohne schwer den Überblick zu behalten und sich nicht zu wiederholen. Im Vergleich versinkt „Verwüstung“ daher leider in der Masse der Moloch-Veröffentlichungen. Aber wir wollen ja objektiv bleiben, richtig?

 

Deshalb würde ich abschließend sagen: „Verwüstung“ ist ein klassisch rohes Black Metal Album, an dem sicher viele Hörer ihren Spaß haben werden. Für viele Andere wird es jedoch als Durchschnittsrelease schnell wieder im Plattenregal verschwinden. Also: Anhören und selbst entscheiden!

 

-Architeuthis


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