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Album des Monats: Oktober 2014

411176
Nemesis Sopor
"Glas"


Atmospheric Black Metal, Black Metal

Autor Users

8

9

Release:

26.05.2014

Dauer:

59:16

Songs:

7

Label:

Eigenproduktion

Albumtyp:

Full-Lenght

Limitiert:

100

Stille Heimat
Kairos
Weisse Augen
Leere Träume
Glas
Splitter
Eis zu Stein I: Wind

Glas

Geschrieben am von Fnord | 1865 mal gelesen


10

Nemesis Sopor haben drei Jahre nach ihrer Gründung 2008 ihr erstes, etwas rohes Album präsentiert. Nach einer Split mit Drengskapur 2013 erschien nun ihre zweite Full-Lenght “Glas”.

 

Die erste Minute verleitete mich mit sphärisch anmutenden Klängen und leichtem Regen die Anlage in Erwartung etwas lauter zu drehen, doch dann steigt das Album mit “Stille Heimat” brachial ein. Hier werde ich von zehn Minuten intensivem Black Metal gehalten, wenn dieser Titel auch etwas lang gezogen wirkt.
Weiter geht es mit “Kairos”. Auch jetzt leitet ein unscharfes, entferntes Gitarrenriff in das Geschehen ein. Doch wieder wirkt das Präsentierte nach ein paar Minuten zu eintönig, ohne dabei eine Bindung aufzubauen. Der klare Giterrenausklang am Ende hätte hier etwa einen passenden Mittelteil abgegeben.
In dieser Hinsicht spannender zeigt sich nun jedoch “Weisse Augen”. Sprachpassagen und segmentierter Instrumentaleinsatz bauen ein Emotionsfeld auf und intensivieren das Musikerlebnis.
“Leere Träume” stellt ein kurzes Intermezzo dar. Frei von Gesang und getragen von entspannten Gitarren- und eine Streicherstimme leitet es in den Namensgeber des Albums über.
Dieser doch recht langsame Titel zeigt nach drei schweren und tristen Minuten ein immer härteres Bild, das mit steigendem Tempo die Gefühlswelt aufleben lässt. Hier ist nun auch endlich der Absprung aus zu langen Passagen gelungen, denn im letzten Teil wird das Geschehen durch stimmige cleane Gitarren abgebrochen um so Boden für den emotionalen Höhepunkt zu schaffen.
Der nächste Titel reißt mich dann wieder wie ein “Splitter” zurück. Blast Beats, Stimmgewalt und typische Gitarrenriffs schaffen ein geschlossenes Bild aggressiver Tristesse.
Windrauschen überführt in den letzten Titel “Eis zu Stein I: Wind”, der nach einer leichten Brise mit voller Gewalt zuschlägt. Hier ergänzen sich zwei Stimmen zu einem Akt der Verzweiflung, durch ruhige wie auch schwermütige Passagen entsteht ein emotionsgeladenes Kehraus des Albums- für mich der intensivste und gelungenste Teil der Platte.

 

Insgesamt bietet dieses Werk ein rundes Black Metal Album mit modernen Einflüssen. Die Langatmigkeit der ersten Titel lässt zur Mitte hin nach und wird durch Abwechselung und Flair ersetzt. Nemesis Sopor haben hiermit einen Schritt zur Weiterentwicklung geschafft, ohne sich dabei zu sehr vom Bekannten abzuwenden.


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