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CD-Review

Nyctalgja - Time Change Everything
Nyctalgia
"Time Changed Everything"


Ambient | Atmospheric

Autor Users

7

8

Release:

26.08.2009

Dauer:

25:01

Songs:

5

Label:

Eigenproduktion

Albumtyp:

Demo

1. Nyctalgia
2. Time Changed Everything
3. Remains of a Blue Rose
4. Mira
5. Falling into nothingness

Time Changed Everything

Geschrieben am von Fnord | 2966 mal gelesen


10

“Nyctalgia” hat nach einigen Demosongs mit dem ersten Demoalbum “Time Changed Everything” Ende 2009 ihren Einstand gemacht. Das Bandprojekt lebt seit 2007 durch Silvio Pfiffner.

 

Insgesamt wird dieses Werk von klassischen und drone/atmosphärischen Elementen gestützt, Gesang tritt nur in sanft gehauchter Form auf und doch entwickelt es ein intensives Gesamtbild. Das erste Lied leitet durch sanfte klare Klavierakkorde und einer Verbindung aus Synthesizer/Streichern und gewispertem Gesang in das Album ein. Nach drei minütigem Aufbau setzten entfernte Gitarrenriffs und Schlagzeugelemente einen intensiven Wendepunkt in dessen Stil sich die Szenerie gegen Ende hin aufbäumt um dann mit einem letzten Klavierschlag aus zu laufen. Anschließend erklingt ein Zusammenspiel aus Gewittergrollen, Klavierfiguren und Theremin- ein gelungenes Interludium. Auch das dritte Lied ist vom klaren Klavier geprägt, Synthesizersounds runden das ganze ab, wirken im ersten Teil jedoch etwas zu lang gezogen und eintönig. Erst mit Einblenden eines Rauschen gegen Ende intensiviert sich das Bild. Mit “Mira” folgt die Stimme einer enttäuschten Liebe. Hier ist zum ersten Mal deutlich ein Text zu verstehen, welcher auch im Inlay abgedruckt ist. Die traurige Stimmung der einsamen Klavierbegleitung zu sanftem Gesang wird nach einiger Zeit von entfernten Schlägen gedrängt. Aus dem Nichts schwelgt Gitarrengeschrabbel an, die Stimme wird immer undeutlicher – ein intensives und emotionsgeladenes Bild bäumt sich auf! Die verzerrte Gitarrenstimme verliert sich, Windrauschen übernimmt und leitet ein kleines Outro von Klavier und sanft sterbender Stimme ein, abrupt beendet durch ein Knacken. Das letzte Lied setzt einen positiven Kontrast, eine freundliche akustische Melodie beginnt, Dur-lastige Akkorde einer geschrabbelten Gitarre und hallenden Schlagzeugrhythmen schwelgen auf. Ein weiterer Gänsehautmoment. Kinderlärm und Glockenspiel runden nach fünf starken Minuten das Album ab und führen langsam wieder in das Jetzt zurück, nachdem man mit “Falling into nothingness” ins Nichts gefallen ist.

 

Nyctalia überzeugt hier mit “Time Changed Everything” insgesamt durch Szenerie, Gefühlsmomente und schöner Traurigkeit. Nichts für den klassischen Black Metaller, aber eine Empfehlung für jeden der über den Tellerand hinaus schauen möchte. Einzige kleine Kritikpunkte sind die teilweise zu langatmigen Passagen und die etwas kraft-/emotionslose Gesangsstimme, was aber in Anbetracht einer einfachen Demoaufnahme Meckern auf hohem Niveau ist.

 

Das Artwork ist einfach gestaltet und dennoch passend, nach meinem Stand nur auf CD veröffentlicht. Der Künstler hat das Album zum kostenlosen Genuss bereitgestellt: https://archive.org/details/PL007


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