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Album des Monats: Mai 2016

Nyr Gata
Nýr Gata
"Seraphim"


Melodic Black Metal

Autor Users

9

9

Release:

27.08.2015

Dauer:

38:11

Songs:

9

Label:

Dod-Records

Albumtyp:

Full-Lenght

1. Gefangen in der Ewigkeit 2. Hinab vom Lichte 3. Im Reich der Leere 4. Marter 5. Im Flammenregen 6. Cherubim 7. Acheron 8. In falscher Freiheit 9. Sohn des Hasses

Seraphim

Geschrieben am von Svartsjel | 1310 mal gelesen


10

Vor kurzem erst schrieb ich ein Review von der Band Immorior, welche in die Ambient Black-Ecke zuzuordnen ist. Weiterhin wurde die Platte auch direkt zum Tipp der Redaktion. Nun liegt mir die aktuelle Platte der beiden Musiker jedoch mit einem anderen Projekt vor. Nýr Gata heißt dieses Projekt der beiden Musiker von Immorior und wer denkt, dass sich die beiden Projekte gleichen wie ein Ei dem anderen wird definitiv eines besseren belehrt. Aber der Reihe nach:

 

Der Song GEFANGEN IN DER EWIGKEIT fängt mit einem epischen Intro an, bevor es mit melodischen Gitarren direkt in die vollen geht. Von Immorior fehlt hier jegliche Spur! Nýr Gata geht viel mehr in die Melodic Blackmetal-Schiene und weiß direkt zu überzeugen! Ein guter Song der Lust auf mehr macht, mit guten Hooks und gutem keiferndem Gesang wie man es von Sarghas gewohnt ist. Auch mit Clean-Gesang wird gearbeitet, ist hier im Gegensatz zu Immorior jedoch nur nebensächlich.

 

HINAB VOM LICHTE beginnt mit einem Cleanpart, welcher von Stakkato-Gitarren unterstützt wird. Man denkt es wird sehr mystisch und langsam, wird direkt eines besseren belehrt. Mit Blastbeat und geschredderten Gitarren wird der Blackmetal-Hammer direkt in die Fresse gerammt! Da bleibt kein Nacken still und regt direkt zum Headbangen an! Was ein geiles Teil! Mehr kann man zu diesem Song nicht sagen, eine geile Blackmetal Keule mit Gefühl für Melodie und sogar einem kleinen Solo, welches den Song nicht zerstört wie bei manch anderen Bands, sondern wirklich gekonnt eingesetzt wird. Wow, bitte mehr davon!

 

Der dritte Song im Reich der Leere wird von einem verzweifelten Schrei eingeleitet und fängt einen mit einem stampfenden Rhythmus ein, welcher direkt wieder die Haare fliegen lässt. Ein Mid-Tempo-Song mit kleinen Tempoausbrüchen, der den roten Faden von den ersten beiden Songs erfolgreich fortführt. Auch in diesem Song findet man ein kleines Solo, welches jedoch nicht stört, sondern sich wunderbar in den Song einfügt und gut überleitet zur Hauptmelodie. Ein Piano-Outro gibt dem ganzen einen krönenden Abschluss.

 

Weiter geht es mit MARTER. Kurzes Glockenspiel welches von schnellen Gitarren und prägnantem Schlagzeug abgelöst wird. Ein kurzer Break und weiter geht es mit ordentlicher Fahrt und gutem Blackmetal-Gesang. Auch die Melodie kommt nicht zu kurz! Ein guter Mittelsong mit ordentlichem Tempo. Ich bin schon gespannt auf den Rest der Platte. Denn 5 Songs folgen noch.

 

IM FLAMMENREGEN lässt einiges erhoffen und auch hier wird man nicht enttäuscht. Mit einem Touch von Progressivität wird man in den Song eingeleitet, bevor es mit alter Nýr Gata-Marnier weiter geht. Melodie und guter harter Old-School-Black gepaart mit Death Metal-Ansätzen. Ein wenig experimentell, aber dennoch sehr gut umgesetzt.

 

Der Song CHERUBIM erinnert an alte Dimmu Borgir mit Mourning Palace, aber ohne als billige Kopie zu wirken. Mit Orchester untermalt wird hier wieder feinster Blackmetal kredenzt! Ein kurzes Fazit zwischendurch: Ein muss für jeden der auf harten, schnellen Black-Metal steht und auch melodisch nicht zu kurz kommen möchte! Ein guter Mid-Tempo-Zwischenpart lockert den ganzen Song auf und ich kann mir diesen Song als einen Live-Hammer richtig gut vorstellen! Bisher mein absolutes Highlight auf der Platte!

 

ACHERON fügt sich nahtlos in die restlichen Songs ein. Schnell. Präzise, voller Wut und Verzweiflung und keineswegs langweilig! Auch dieses Mal kann dieses Stück mit einem wunderbaren Mittelpart überzeugen, welcher den Death-Metal mit integriert. Das ist mal eine Platte die man zum Beispiel im Auto liebend gern von vorne bis zum Ende durch hören muss – und wenn man dabei noch 3x um den Block fahren muss. Einfach nur gelungen!

 

Allmählich geht es leider dem Ende zu. Der vorletzte Track IN FALSCHER FREIHEIT schlägt wieder gekonnt zu und lässt keinen Stein auf dem anderen. Mit Stakkato-Gitarren wird hier gekonnt den Zuhörer in die Welt von Nýr Gata eingesogen! Mittlerweile habe ich sogar keine Lust mehr dieses Review zu schrieben, weil ich einfach nur noch die Haare fliegen lassen möchte, aber da muss ich jetzt durch Versucht ihr mal mit soviel Energie auf dem Hosenboden sitzen zu bleiben, während diese Platte dermaßen geil aus den Boxen hämmert! So weiter mit dem letzten Song dass hier mal fertig werde und headbangen kann!

 

SOHN DES HASSES hält auch als letzter Song das Tempo sehr hoch und den Zuhörer in seinem Bann. Bis zum Schluss! Hier sitzt jeder Schlag an der richtigen Stelle! Durchgehende Blastbeats mit gut eingesetzten Mid-Tempo-Stücken, bevor es dann abrupt endet. Man hat direkt das Bedürfnis die Platte nochmals zu starten!

 

Fazit: Wie bereits zwischendurch erwähnt ist diese Platte ein Muss für jeden der auf guten Melodic-Blackmetal steht! Ich bin positiv überrascht, dass diese zwei Musiker gleich mit 2 Projekten auftauchen und keines dem anderen gleicht, sondern jedes in seiner Sparte eine großartige Platte vorzeigen kann. Hier kann ich nur sagen Hut ab! Da freue ich mich auf die Zukunft!


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