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Tipp der Redaktion

261614
Odroerir
"Götterlieder II"


Folk Black Metal, Pagan Black Metal

Autor Users

8

6

Release:

28.05.2010

Dauer:

62:57

Songs:

7

Label:

Einheit Produktion

Albumtyp:

Full-Lenght

1. Heimdall
2. Bifröst
3. Des Thors Hammer Heimholung
4. Idunas Äpfel
5. Skadis Rache
6. Der Riesenbaumeister
7. Allvater

Götterlieder II

Geschrieben am von Swipal | 1048 mal gelesen


10

2010 also fünf Jahre nach dem Erscheinen des ersten Götterlieder Werkes von Odrörir kam „Götterlieder II“ zur Welt. Wieder werden hier die Sagen und Geschichten rund um die Edda und die germanische Sagenwelt besungen. In Götterlieder II etwa die Geschichte von Heimdall. Oder der Brücke Bifröst, die die Menschenwelt und die der Asen verbindet. Auch wie Thor seinen Hammer wieder erlangt und einige weitere Kapitel der Edda.

 

Die CD an sich kommt mit einem wirklich schönen und authentischen Artwork und einem 14 Seitigen Booklet daher. Sie enthält sieben Lieder und hat eine Gesamtspielzeit von einer Stunde und zwei Minuten.
Die Gruppe Odroerir dürfte wohl jedem ein Begriff sein, der sich schon einmal mit Pagan Metal aus Thüringen beschäftigt hat. Für manch einen Schreiber wie auch mich, sind sie so was wie Lokalmatadore des örtlichen Pagan Metal zusammen mit XIV Dark Centuries und einigen anderen. Also haben wir es uns heraus genommen, diese beiden großartigen Werke (Götterlieder I und Götterlieder II noch einmal zu rezensieren)

 

Das erste Lied der CD ist „Heimdall“ und wird mit einem dröhnenden Horn eingeleitet. Davor hört man Schritte und einen schreienden Raben. Jetzt ertönt ein Intro aus Trommeln, Gitarre, Flöte und Geige, welches sich über ungefähr zwei Minuten erstreckt. Dann setzen E-Gitarre, Bass und das Drum ein und spielen eine sehr melodische, aber trotzdem nicht allzu Metal fremde Melodie. Nun erhallt klarer Gesang. Schon im ersten Lied kann man die Breite der in diesem Album verwendeten Instrumente erahnen. Die aus Gitarre, Mandola, Mandoline, Zister, Tin Whistle, Flöte, Djembe, Kongas, Pauke, Schellenring, Maultrommel, Bass, E-Gitarre, Bass, Rufhorn, Geige, Schlagzeug und Cello bestehen. Dazu hat Odroerir drei Sänger (Stickel, Fix und Veit) und eine Sängerin (Natalie). Um wieder auf das Lied zu sprechen zu kommen, aus der anfänglich einzelnen Gesangstimme ist nun ein kleiner Chor geworden und die elektrische Gitarre spielt dass ein oder andere technisch einwandfreie Solo.

 

Weiter geht es mit „Bifröst“. Man hört ein Gewitter und ganz leise setzt sich die Akustik Gitarre durch und man hört leisen Vogelsang. Dann beginnen die Männerstimmen in Begleitung der akustischen Gitarre zu singen. Hier muss man sagen, dass die drei Stimmen wunderbar miteinander harmonieren, das ganze wird dann weiter mit der hohen Sopranstimme von Natalie aufgewertet. Schon endet das Lied.

 

„Thors Hammers Heimholung“ ist das nächste Kapitel und umfasst die Geschichte wie Thor seinen gestohlenen Hammer Mjöllnir zurückerlangt. Ein akustisches Saiteninstrument und eine einzelne Männerstimme leiten das Lied ein bis dann Geige, und elektronische Gitarren, sowie Schlagzeug einsetzen. Der Gesang wechselt zwischen der einzelnen Stimme und eine Kombination aus allen Sängern plus Sängerin. Auch bekommen die Zister und andere akustische Instrumente in dem Lied einen kleinen Solopart. Vor allem Schlagzeug und Geige tragen hier die Melodie. Nach 5:30 min ertönt kurz heroisches Gebrüll des Sängers und die Instrumente bereiten den musikalischen Höhepunkt des Liedes vor. Dann besingt das Quartett die letzten Zeilen des Liedes.

 

Das vierte Stück ist „Idunas Äpfel“. Man hört zuerst pfeifenden Wind und zirpende Grillen, dann Geraschel. Akustische Instrumente spielen eine mächtige Melodie, aber nur kurz. Das ganze wird dann von der Akustik Gitarre und gedämpften Gesang abgelöst und eine Erzählerstimme spricht von der Sage hinter dem Lied. Nun greifen Cello und Geige die Gitarrenmelodie auf und es wird wieder gemeinsam besungen. Schließlich bekommen zwei Frauenstimmen ihren Auftritt. Die Themen wechseln sich dann durch das Lied. Dieses Stück lädt zum Träumen ein. Nichts für den Freund der harten Musik, aber wer ein bisschen Gefühl für Harmonie und anspruchsvolle Musik hat, sollte sich hier getrost in längst vergangen Tage entführen lassen können.

 

Skadis Rache“ macht nun wieder relativ deutlich warum Odroerir auch dem Metal zuzuordnen ist. Schnell melden sich hier Bass, Schlagzeug und E-Gitarre zu Wort. Getragen wird die Melodie von der Geige. Sowohl gesanglich als auch von den Instrumenten her wird nun eine schnelle Gangart gewählt. Jetzt hört man auch zum ersten Mal Pagan/Black Metal typisches Geschrei, was eine angenehme Abwechslung zu den vorherigen Stücken schafft. Das Rauschen des Meeres beendet das 5 Stück des Göterlieder II Albums.

 

„Der Riesenbaumeister“, so heißt das vorletzte Stück. Das Meeresrauschen aus dem letzten Lied tönt in das neue mit hinein und wieder beginnt das Lied akustisch zusammen mit den Männerstimmen. Dann übernehmen die Frauenstimmen. Nun setzten mächtige Trommeln mit den Männerstimmen ein. Hier setzt auch mal eine längere rein akustische Phase ein.

 

Allvater“ das letzte Werk der CD wird von Rabengeschrei, Pferdegetrappel und einem schnaufenden Mann eingestimmt. Dann eine langsame Gitarrenmelodie und Donnerhall. Cello und Geige stimmen dazu mit ein. Dann kommt nur die Erzählerstimme und die Gitarre. Der Erzähler zählt Namen für den Allvater auf und die übrigen Stimmen besingt dies dann. Später setzten auch Drum, Bass und elektrische Gitarre ein und spielen gemeinsam mit den akustischen Instrumenten und alles Gesangstimmen was einen sehr dichten und vollen Klang gibt. Man hat das Gefühl, ein ganzes Orchester hätte dies eingespielt. In diesem Lied zeigen Odroerir noch einmal was sie alles zu bieten haben und auch können! Ein gelungener Abschluss für das zweite Götterlieder Werk!

 

Fazit: Odroerir hat eine großartige Fortsetzung geschaffen, da konnte man auch gerne mal die 5 Jahre vergessen, die das gedauert hat. Hier wurden folkloristische Klänge zusammen mit verschiedenen Stimmen und Gesangstechnicken, sowie Metal typische Instrumente nahezu perfekt verbunden. Ein durchgängig, runder und vor allem qualitativ hochwertiger Klang machen die Musik zusätzlich zu einer Wohltat. Abraten würde ich nur denen die auf schlichten gedroschenen Pagan mit vielen Black Metal Einflüssen stehen. Aber wer Sinn für eingängige Melodien akustischer Instrumente und klaren Chorälen Gesang hat, der wird auch dieses Odroerir Werk lieben! Sowohl Götterlieder I als auch Götterlieder II dürften noch über die Band oder Einheit Produktionen erhältlich sein! 2005 erschien Götterlieder I, 2010 Götterlieder II, jetzt haben wir 2015 ich bin gespannt ob wir in der zweiten Jahreshälfte vielleicht ein neues Werk erwarten dürfen!


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