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Tipp der Redaktion

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: Of The Wand And The Moon
"The Lone Descent"


Ambient | Atmospheric

Autor Users

9

9

Release:

2011

Dauer:

ca. 60:00

Songs:

11

Label:

Heiörunar Myrkrunar

Albumtyp:

Full-Lenght

1. Sunspot
2. Absence
3. A Prye Of Black Sunflowers
4. Tear It Apart
5. We Are Dust
6. Tomb Of Seasoned Dye
7. Is It Out Of Our Hands?
8. Watch The Skyline Catch Fire
9.The Lone Descent
10. Immer Vorwärts
11. A Song For Deaf Ears In Empty Cathedrals

The Lone Descent

Geschrieben am von Swipal | 1157 mal gelesen


10

Vielleicht hat der ein oder andere schon bemerkt, dass ich auch mal Black Metal untypische Reviews schreibe, was daran liegt, dass ich vor kurzer Zeit eine Woche lang das Incubate Festival 2015 in Tilburg/Holland besucht habe. Das Lineup reichte hier von Kunstausstellungen, über Indie Pop (würg), Electro bis hin zu Metal. Also habe ich versucht so viel wie möglich mitzunehmen und Artisten die mir zugesagten werden nun mit einem Review beschenken. So auch Of The Wand And The Moon. Dies ist kein Metal sondern Neofolk. Wer sich etwas in dieses Musikgenre rein gehört hat, der wird kaum um dieses Musikprojekt herumkommen.

 

Kim Larsen hat als Solokünstler am Sonntag, den 20.09.2015 zusammen mit Dornenreich, Lifelover und Empyrium die Bühne im Naturtheater in Oisterwijk betreten. Aber genug von diesem Festivaltag, dazu wurde ja schon ein Konzertbericht veröffentlicht.

 

Das Album kommt mit einem Pappeinleger daher. Wenn man die CD aus diesem heraus nimmt wird man von einem dicken Booklet angelacht. Ein recht düsteres Artwork zieht sich durch die Seiten. Außerdem sind alle Texte abgedruckt, die das Werk zu bieten hat.

 

Sunspot ist der erste Song des Albums und beginnt mit dezent platzierten Drumschlägen und etwas das sich so anhört wie hallendes Geschrei. Das ganze wirkt sehr bedrohlich, endet dann in den übrigen Instrumenten und dem ruhigen, klaren Gesang. Die Melodie ist sehr Atmosphärisch, genau das was Neofolk aus. Der Sound ist sehr voll abgemischt, die Qualität ist daher super, aber das sollte man auch erwarten dürfen bei einem Neofolk Musiker der schon vor dem Jahr 2000 mit Of The Wand And The Moon begonnen hat.

 

Man merkt schon im ersten Lied, dass hier eine ganze Bandbreite ans Instrumenten aufgefahren wird. Ein genauer blick verrät auch genau welche Instrumente das Album begleiten. Diese möchte ich an dieser Stelle einmal aufzählen, damit ich das später nicht immer machen muss. Wir haben hier Cello, Drums, Violine, fünf verschiedene Sänger, wobei Kim Lasen immer die Hauptstimme behält. Ein Omnichord, noch ein Cello, Trompeten und auch ein Piano. Man hat sich hier schon bemüht, ein breites Programm zu schaffen, was aber auch wichtig ist damit das ganze nicht eintönig wird.

 

Im zweiten Song sticht die Gitarre schon mehr heraus, dazu kommt wieder der Gesang. Die Percussion Sounds im Hintergrund und die übrigen Instrumente runden das ganze sehr sachte ab. Ich kann leider nicht genau alles heraus hören, aber das ist denke ich auch nicht weiter schlimm. Was mir besonders gut gefällt ist die Trompete, die leise im Hintergrund, aber dennoch präsent ihre Melodie spielt und das ganze wirklich magisch werden lässt.

 

Ich habe hier nicht umsonst das Genre Ambient gewählt. Neofolk ist eine Musikrichtung die auf Atmosphäre abzielt und davon lebt. Man liegt da und genießt einfach. Oft benutzt man im Neofolk auch sehr simple Akkorde und Melodien, aber hier klingt das ganze sehr experimentell und wird trotz simpler Melodieverläufe und vielen Wiederholungen nicht langweilig, weil man immer etwas Neues hören kann. Denn wenn man sich anstrengt kann einem selbst beim 5. mal hören noch eine neue Stelle auffallen, die man vorher gar nicht so mit bekommen hat.

 

Das dritte Lied der CD beginnt mit einem Solo aus Trompete und Cello. Nachdem diese verstummt sind, geht es zum ersten Mal schneller voran. Jetzt klingt das ganze sehr aufgewühlt. Gut gefällt mir auch wie Larsen mit seiner Stimme arbeitet. Er benutzt verschiedenste Tonlagen und Arten zu singen. So wird der Gesang auch nicht eintönig und trotz der leicht rauchigen Stimme Larsens steckt da viel Kraft dahinter. In diesem Lied wird er auch von einer Stimme im Hintergrund unterstützt. Angenehm zu verfolgen ist hier wie sich das Lied immer weiter aufbaut – und das ganz ganz langsam. Gegen ende verstummt ein Großteil der Instrumente und eine Sprechstimme ertönt. Dann setzt sich das Lied völlig neu mit Hilfe von Ambientsounds zusammen. Bis es dann schlussendlich ganz verstummt.

 

Tear It Apart hat einen sehr melancholischen Charakter. Die Streicher stützen hier die Akustik-Gitarre, die schon immer eines der dominantesten Instrumente bei dem Neofolk Projekt war.

 

Lied sieben verfolgt nochmal ein anderes Konzept. Man hört hier nur die Streichinstrumente, die eine langsame Melodie spielen, zusätzlich den Sänger wie er spricht. Das ganze klingt sehr verzweifelt und kann einen ziemlich mitreißen. Ein sehr starkes Stück, trotz eines simplen Konzepts!

 

Song 8 ist mein persönlicher Favorit. Die Kombination aus Gitarre und Schifferklavier liebe ich und diese kommt hier sehr deutlich zur Geltung. Man soll jetzt bitte nicht an alte Seemannslieder denken, das hier ist ganz anders und wirkt so unendlich gefühlsvoll zusammen mit Kims Stimme.

 

Bei The Lone Descent dem 9. Stück darf sich das Drum nun einmal stark zu Wort melden und das ganze bekommt einen ziemlich militanten Charakter.

 

Immer Vorwärts nutzt wieder diese geniale Kombination aus Gitarre und Akkordeon. Trotz des deutschen Titels wird hier englisch gesungen.

 

Das letzte Lied erinnert stark an Death in June (eine der Begründungsbands des Neofolk). Hier kommen nochmal alle Aspekte des Albums zusammen und geben dem ganzen einen wirklich gelungenen Abschluss.

 

Fazit: Wer Neofolk noch nicht kennt sollte sich diese CD unbedingt anhören. Of The Wand And The Moon gehört definitiv neben Death in June, Darkwood, Die Weisse Rose, Spiritual Front, Forseti usw. zu den Größen des Neofolks. Kim Larsen hat es einmal mehr geschafft ein Vorzeigewerk für die dunkle Musik zu schaffen und hat sich 9 von 10 Punkten mehr als verdient!


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