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Konzertbericht

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Pestbaracke November 2014

Konzertberichte

Ort:

Blaue Halle Eisenhüttenstadt

Datum:

18.10.2014

Uhrzeit:

ab 19:00 - 01:00

Genre:

Death, Black Metal

Preis:

8 euro

Maat (Death Metal aus Berlin)
Sycon (90's Nu-Metal & Industriall aus Berlin)
Fimbulwinta (Black Metal aus der Mark)
Ares (Deathcore aus Hamburg)

Pestbaracke November 2014

Geschrieben am von Urbantroll | 2451 mal gelesen


Wer die legendäre Pestbaracke nicht kennt, der kommt ganz sicher nicht aus dem Ostbrandenburgischen Raum. 10665066_926635960698874_948964260991046791_n
Aber selbst in entlegenen ecken Europas, finden sich Musiker, die ein leuchten in den Augen bekommen, wenn man diesen Namen ausspricht. Seit nun exakt zehn Jahren, organisiert eine Truppe von Metalenthusiasten, unter dem Namen Pestbaracke, regelmäßig Konzerte im verkackten Eisenhüttenstadt, südlich des noch verkackteren Frankfurt.
Angefangen hat das ganze, in einem vollkommen verkommenen Flachbau, auf dem Gelände des Stahlwerks, deswegen Pestbaracke. Ein paar Paletten und ein Teppich dienten als Bühne und die Bar waren Bierkästen, aus denen man direkt ausschenkte. Echter Underground halt. Doch seit einigen Jahren, findet das Event, zweimal im Jahr, in der sogenannten blauen Halle, einer Mehrzweckhalle der örtlichen Werft, statt.
Am 18.10. war es wieder soweit und man lud zum Tanz.
Aufgespielt haben dafür Ares, Fimbulwinta, Sycon und als Hauptact Maat.

 

Ares überraschten mich, mit ihrem breiten, brachialen Deathcore Sound und ausgeprägter Spielfreude, dazu guter Laune und mit einer enormen Präsenz, heizten sie den knapp zweihundert anwesenden ordentlich ein und die Halle gut durch. Auch wenn Ares keine ausgefallene Neuerfindung des Genres darstellen und ihre Wurzeln eindeutig zu erkennen sind, lieferten die Hamburger eine solide, knallharte Show ab, die sichtlich für Begeisterung sorgte. Leider etwas kurz das ganze, sodass sie die nächsten am Start, beim Schminken überraschten.

 

Fimbulwinta polterten charmant und gut gelaunt, mit ihrem Black Metal von der Bühne und nebenbei (leider neben der Bühne) flimmerte noch ein Video über die Leinwand. Krieg, Gekröse, Pimmel und Mösen. Alles schön zusammengeschnitten und egal was man von Provokation halten mag, die Jungs hatten sichtlich ihren Spaß. Männer mit Gummimänteln, Gasmasken, Pickelhauben, Gummistiefeln, Gasmaskenslips und Helmen mit umgedrehten Kreuzen oben drauf, ließen das anwesende Volk schon recht verstört dreinblicken. Nach einer ansage, des ehemaligen Minas Morgul Shouters, wieder mal froh zu sein, in seiner Geburtsstadt “Stalinstadt zu spielen, prügelten sich die fünf äußerst energisch und zur Freude der Zuschauer, durch den Rest ihres Programms, um am Ende mit “Ewig singen die Wälder, einem sehr geilen, aber kurzen Fünfzehnminüter, ihre Spielzeit rotzfrech zu überziehen.

 
Sycon. Also Sycon waren für mich, auch wenn es anscheinend manchen anwesenden gefiel, der griff ins Klo des abends. Zwar Titten und Arsch in knappem Latex, machte die Trällertante am Mikro, einen äußerst blassen Eindruck und lag des öfteren ziemlich daneben und quietschte ansonsten auch nur recht ätzend. Im Grunde kann ich diesem tief gestimmten “Drei-Akkord-Pop-Metal nichts abgewinnen, doch sollten wir fair und neutral bleiben. Jedoch bei Sycon wurde ich mal wieder aufs brachialste damit konfrontiert, wie billig manche Musiker zu Erfolg kommen wollen und es meistens ja auch tun. Aber wer im Backtage als erstes Endorserverträge, mit irgendwelchen Markenherstellern erwähnt, oder seinen Mesa Boogie streichelt, während man erfahrenen Musikern etwas von Boxenkabeln erzählen will, macht nicht den seriösesten Eindruck. Also hab ich Maat lieber beim Schminken zugesehen. Föhn an und Leichenteile trocknen.

 

Die Mumien von Maat, prügelten sich dann professionell zum Höhepunkt oder besser in Richtung Ende der Veranstaltung; aber erst nach einer endlos erscheinenden Umbaupause, die leider schon opfer unter den anwesenden Zivilisten forderte. Fett, nicht ganz ohne Holperer oder Aussetzer, was wohl entweder an Alkoholpegel oder Bühnensound liegen musste, aber vom Publikum nicht als Problem angesehen oder bemerkt wurde, schredderten die Jungs Trommelfelle und rockten das Haus. An der ganzen Show gabs nichts auszusetzen, bis auf englische Ansagen einer deutschen Band, vor deutschem Publikum und das radikale Ende. Trotz Zugerufen, nada, nichts, ende. Schade, aber auch genug Action für einen Abend und Maat haben geliefert, was man von einer Band ihres Bekanntheitsgrades erwartet, volles Brett.

 

Bleibt nur zu sagen, dass diese Veranstaltung sehr professionell organisiert und durchgezogen wird und das Pestbarackenteam hervorragende Arbeit leistet. Bleibt zu hoffen, dass es so bleibt, wovon ich aber mal entspannt ausgehe.
Die nächste Pestbaracke findet am 16.5.2015 in Eisenhüttenstadt statt.

 

 

 

 


2 Kommentare

  1. Hiermit nehme ich Bezug auf Ihren Artikel “Konzertbericht Pestbaracke November 2014″ vom 19.11.2014, verfasst vom Redakteur “urban t.”

    Die von Ihnen dargestellten Inhalte über meine Band “Sycon” sind unsachlich und beinhalten Informationen aus dem Backstagebereich, die nicht für Ihre Leserschaft bestimmt sind.

    Ich erwarte nicht von Ihnen, dass Sie unsere Musik mögen oder in den Himmel loben.

    Aber es fehlt in Ihrem Bericht über uns jede Sachlichkeit und Objektivität. Das mag daran liegen, dass der sich eingeschlichene Reporter uns im falschen Licht kennengelernt hat.

    Dies möchte ich hier beheben.

    Fangen wir an mit dem Missverständnis wegen des Boxenkabels.

    Die dort bespielte Gitarrenbox ist meine. Ich stellte sie für die Band “Fimbulwinta”, weil dort drei Gitarristen spielten und ihnen eine Box fehlte.

    Der Gitarrist dieser Band wollte die Box mit einem Gitarrenkabel bespielen und wusste nicht, dass man hierzu ein Boxenkabel braucht.

    Sie bzw. Ihr Autor “Urban t.” kennen den Unterschied scheinbar auch nicht. Aber da ich gelernter Musikalienfachhändler bin, möchte ich auch Ihnen den Unterschied erklären:

    Ein normales Gitarrenkabel, so wie es die von Ihnen ernannten “erfahrenen Musiker” von Fimbulwinta verwenden wollten, besitzt eine Abschirmung gegen Brummen und Störgeräusche.

    Ein Speakerkabel hingegen benötigt keine Abschirmung. Stattdessen hat es dickere Kupferadern um die gigantische Menge an Strom zu leiten, die die Box betreibt.

    Wenn man also nun ein normales Gitarrenkabel benutzt um die Box zu betreiben, geht der Strom über die Abschirmung, weil die normale Ader zu klein ist und die Abschirmung brennt nach einer Zeit ab.

    Das führt dazu, dass der Amp erst viel leiser ist bis es zum Kurzschluss kommt. Dabei können die komplette Box und der Amp irreparabel zerstört werden, bzw er kann sogar in Flammen aufgehen.

    Aber Unwissenheit ist keine Schandtat, also lieh ich den “erfahrenen Musikern” von Fimbulwinta mein Boxenkabel, weil ich nicht wollte, dass sie ihren Amp kaputt machen und ihre Show ins Wasser fällt.

    Dies nahm ihr Gitarrist dankend auf, daher weiß ich nicht, woher Sie diese Fehlinformationen beziehen und so einen Groll gegen mich hegen. Leute wie Ihr Autor “urban t.” sollten sich mit Äußerungen dieser Art zurückhaltend aufgrund mangelnder Sachkenntnis.

    Und welche Amps und Gitarren wir spielen oder endorsen ist alleine unsere Sache. Wir haben uns in einer lockeren Runde mit den anderen Bands darüber unterhalten und Erfahrungen ausgetauscht.

    Allerdings stellt sich bei mir die Frage, woher Sie diese Informationen beziehen. Denn dieses Gespräch fand im Backstage statt und dort war nur Zutritt für Musiker, deren Teams und Mitarbeiter der Pestbaracke.

    Ich habe den Veranstallter informiert und er wusste nicht, wer Sie sind und was ihr Reporter dort Backstage zu suchen hatte. Er war empört und wünscht, dass Sie sich in Zukunft vorstellen und nicht ungefragt den Backstagebereich betreten. Wenn über uns berichtet wird,

    möchten wir darüber ebenfalls informiert werden, bitte geben Sie uns Bescheid, bevor sie einfach derartige Informationen unberechtigt veröffentlichen. Denn ihr Reporter stellte sich uns nicht vor, wir wussten nichts von seiner Anwesenheit.

    Zusammenfassend fordere ich Sie dazu auf, diesen Artikel zu überarbeiten oder den Eintrag über uns daraus zu löschen. Wir haben uns vielleicht im falschen Licht kennengelernt, doch dies hätten wir vermeiden könne, wenn sich Ihr Reporter einfach vorgestellt hätte.

    Sie müssen unsere Musik nicht mögen, aber bitte unterlassen Sie die genannten unsachlichen Äußerungen und schreiben Sie bitte etwas mehr Objektives und achten Sie bitte auf Rechtschreibung und Grammatik.

    Dafür wäre ich Ihnen sehr verbunden.

    mit freundlichen Grüßen,

    Moritz Claas

    • Hallo Moritz,

      bei Kritik wende dich bitte direkt an den angesprochenen Autor.
      Unter dem Reiter “Redaktion” findest du die E-Mail Adressen der Redakteure.
      Bzw werde ich ihn auf dein Kommentar hinweisen.

      Viele Grüße
      Arkas

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