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Tipp der Redaktion

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Saxnot
"In Zeiten von Blut und Feuer"


Pagan Black Metal

Autor Users

9

9

Release:

01.06.2016

Dauer:

59:58

Songs:

10

Albumtyp:

Full-Lenght

1. Beusterburg
2. Sturmfahrt gen Westen
3. Vom Fall der Irminsul
4. Rachezug
5. Sachsenzorn
6. In Times of Blood and Fire
7. Festmahl des Himmels
8. Nebelwand
9. Mettrunken
10. *HiddenTrack*

In Zeiten von Blut und Feuer

Geschrieben am von Cernunnos | 1252 mal gelesen


10

Wenn ich an Metal aus Hildesheim denke, kommt mir als Erstes ein dichter Sumpf aus stümperhafen Core-Bands und drittklassigem Thrash in den Sinn. Umso erfreulicher, wenn es eine Band schafft, diesem Trott zu entfliehen. Die Rede ist von SAXNOT und ihrem Debut IN ZEITEN VON BLUT UND FEUER. Die fünf Herren sind auf dem Vormarsch in der deutschen Pagan Metal Szene und können seit ihrer Gründung 2013 schon den ein oder anderen Auftritt auf namenhaften Festivalbühnen verbuchen. IN ZEITEN VON BLUT UND FEUER wurde dieses Jahr in Eigenregie veröffentlicht und beinhaltet zehn Stücke feinsten Pagan-(Black) Metal.

 

Den Anfang mancht BEUSTERBURG mit einem Clean-Gitarren-Intro, bevor der Opener wie ein Sturm losbricht. Das Riffing ist sehr eingängig und nachdem die gequälten Schreie Edgar’s überstanden sind, punktet der Track mit einem Refrain aus tiefen Growls – selten sowas fettes gehört! Der überwiegende Blastbeat klingt, als seien die Drums programmiert, und zwar mit dem allseits bekannten Standard-Drumkit von Guitar Pro.

 

STURMFAHRT GEN WESTEN ist ein ein treibender Mid-Tempo-Track und besteht zum größten Teil ebenfalls aus tiefen Growls. Es gibt eine kurze Blastbeat-Passage, bei der alles recht stimmig ist – sowohl das Drumming, als auch der Kreischgesang. Sehr gut gespielt ist auch das Solo gegen Ende des Stückes.

 

VOM FALL DER IRMINSUL startet mit einem melancholischen Intro und klarem Gesang bevor der Song in einen typischen, treibenden Pagan Metal-Track übergeht. Die Texte sind durchweg gut zu verstehen und auch die teilweise sehr schnellen Soli stimmen auf den Ton genau – die Herren verstehen offensichtlich ihr Handwerk.

 

Der vierte Song trägt den Titel RACHEZUG und ist für mich der schwächste Track auf diesem Album. Das Drumming ist größtenteils sehr schnell, fast schon getriggert, und das Riffing ist auch keine innovative Neuerfindung – ein 08/15 Pagan-Track, nicht mehr und nicht weniger.

 

SACHSENZORN ist eines der stärksten Lieder auf dieser CD, vielleicht sogar eines der Stärksten, welches in diesem Genre bisher geschrieben wurde (ich bin auf dem Sektor jedoch nicht so sehr bewandert). SACHSENZORN hat auf jeden Fall Ohrwurm-Charakter, welcher gerade beim Refrain noch einmal vertieft wird (danke übrigens an dieser Stelle für die vier Stunden Dauerschleife, die ich erleiden musste).

 

IN TIMES OF BLOOD AND FIRE ist der einzige englischsprachige Track auf diesem Album. Außer, dass Edgar im clean gesungenen Intro klingt wie Fuchs von den Apokalyptischen Reitern in seiner Zeit um Riders On The Storm ist an diesem Stück nicht viel mehr zu entdecken. Jedoch merkt man hier einmal deutlich, dass auch SAXNOT’s Gitarrenfraktion einiges auf dem Kasten hat.

 

Weiter geht es mit FESTMAHL DES HIMMELS und dieser Track ist wie das nachfolgende Stück NEBELWAND ebenfalls ein sehr bodenständiger und eingängiger Pagan-Track.

 

Das Schlusslicht bildet METTRUNKEN – nein, nicht Mett-Runken, sondern Met-Trunken! METTRUNKEN ist eine Hommage an das Besäufnis und die Völlerei – eben ein Stück, welches auf keine richtigen Pagan-Metal-Scheibe fehlen darf. Mit der Behandlung des Themas von besoffenen Prügeleien wird auch noch der fehlende Abschnitt bedient und mit einem Riffing unterlegt, welches passender nicht sein könnte.

 

Fazit: Die fünf Hildesheimer um SAXNOT huldigen mit ihrem Debut dem Schwertgott und bringen ein beachtlichliches Werk auf den Markt, welches absolut mit Veröffentlichungen von großen Bands dieses Genres mithalten kann.


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