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Tipp der Redaktion

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Seelenfrost
"☽"


Black Metal, Melodic Black Metal

Autor Users

8

9

Release:

22.11.2014

Dauer:

44:11

Songs:

9

Label:

Talheim Records

Albumtyp:

Full-Lenght

Limitiert:

500

1. ☽
2. Nacht
3. Lethargie
4. Erde
5. Rausch
6. Geist
7. Kryostase
8. Himmel
9. ☾

Geschrieben am von Salienz | 1833 mal gelesen


10

Ende November 2014 erschien das nunmehr vierte Full-length Album der nordrhein-westfälischen Black Metaller SEELENFROST. Mit dem Titel „☽“ hält man sich eindeutig kürzer als mit dem des vorangegangenen Albums „Nostalgia: Zwischen Zukunft und Vergangenheit“. Doch wie spricht man den aktuellen Titel eigentlich aus? Rätselhaft. Erschienen ist der neue Langspieler jedenfalls bei Talheim Records, die auch Gruppen wie HAPPY DAYS oder THRYGRIM unter ihren Fittichen haben. Gute Gesellschaft also für eine deutsche „Raw Melancholic Black Metal“ Band, wie sich SEELENFROST selbst betiteln.

 

Auch bei ihrem neuen Album setzen SEELENFROST auf einfache, melancholische aber einprägsame Melodien und setzen damit ihren Stil konsequent fort. Das fällt schon direkt im Intro auf und auch der erste Song „Nacht“ ist lyrisch und musikalisch eher simpel gehalten. Hier setzt man auf die Wiederholung von harmonischen Riffs im Zusammenspiel mit Vocals, die an LUNAR AURORA zu „Andacht“-Zeiten erinnern. „Nacht“ ist zudem einer der brachialen Songs auf dem Album.
Auch wenn Nostarion mit seinem Cello auf der neusten Veröffentlichung von SEELENFROST fehlt, startet der nächste Song „Lethargie“ mit Streichinstrumenten und stimmt somit etwas ruhigere Töne an. Durch starke Gitarrenarbeit und zurückhaltende, fast geflüstert wirkende Vocals wird eine düstere, hoffnungslose Stimmung aufgebaut, die sich auch in dem Text zum Lied widerspiegelt.
„Erde“ startet mit Streichinstrumenten, deren melancholische Grundstimmung von den Gitarren aufgegriffen wird. Das Ganze steigert sich und das rhythmische Zusammenspiel von Schlagzeug und Gitarre regt stellenweise sogar zum Headbangen an, bevor man den Song mit cleanen Gitarren und den bewährten Streichern ausklingen lässt. Der Gesang ist hier wieder kraftvoller und treibt das Stück insgesamt gut voran.

 
Der kürzeste Song des Albums „Rausch“ weiß mit typischen Black Metal Elementen zu überzeugen. So wird hier mit ansonsten eher sparsam eingesetzten Blastbeats gearbeitet, was eine willkommene Abwechslung darstellt. Trotzdem fehlt es dem Stück nicht an Melodie.

 
Auf „Rausch“ folgt „Geist“ und damit auch der längste Song des Albums, der allerdings ohne Gesang auskommen muss, was ihm aber nicht schadet. Vielmehr hat der Hörer nun ausreichend Zeit die abwechslungsreiche Gitarrenarbeit zu bestaunen und so hätte dieser Song durchaus noch länger sein können. Auch hatte ich beim Hören den Eindruck, dass der Song eine Art Wendung darstellt. Während die vorhergehenden Lieder alle von eher düsterer Stimmung waren, so kommt es mir vor, als ob „Geist“ eine hoffnungsvollere Atmosphäre erzeugt. Dieser Eindruck wird auch unterstützt durch die nun folgenden Stücke. „Kryostase“ und „Himmel“ wirken wie ein Sonnenaufgang nach einer kalten Nacht. Die Melodien sind weniger melancholisch als bisher, das Schlagzeug treibender. Daran ändert auch der in „Himmel“ eingesetzte Chor nichts.

 

Insgesamt hat „☽“ eine Spielzeit von etwa 45 Minuten. SEELENFROST werden in dieser Zeit ihrem melancholischem Ruf gerecht und können nahtlos an ihr Vorgängeralbum „Nostalgia: Zwischen Zukunft und Vergangenheit“ anknüpfen. Allerdings fehlt es mir bei „☽“ etwas an Brachialität. In meinen Augen hat man bei „Nostalgia: […]“ den Spagat zwischen harten und melodiösen Parts besser geschafft. Deshalb fallen meine Anspieltipps auch auf die etwas härteren Titel „Nacht“, „Rausch“ und „Kryostase“.
Gerne hätte ich euch „Kryostase“ als Video unter dieses Review verlinkt, doch leider ist das nicht bei Youtube verfügbar. Somit müsst ihr mit „Erde“ vorlieb nehmen, was mir durch seinen enorm kraftvollen Mittelpart in Erinnerung geblieben ist. Viel Spaß damit.


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