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CD-Review

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Shrike
"Hinab in die vertraute Fremdheit"


Black Metal

Autor Users

4

6

Release:

14.06.2013

Dauer:

57:13

Songs:

8

Label:

Eigenproduktion

Albumtyp:

Full-Lenght

1. Der Morgen
2. Der Tag
3. Der Abend
4. Die Dämmerung
5. Der Traum
6. Die Zeit
7. Zeitlos
8. Schmerzen

Hinab in die vertraute Fremdheit

Geschrieben am von Arkas | 1580 mal gelesen


10

Die Berliner tragen mit Hinab in die vertraute Fremdheit ihr zweites Album in den Black Metal Underground. Das in Eigenproduktion aufgenommene Album wurde im Juni 2013 veröffentlicht und sorgte, jedenfalls bei mir, für eine große Ohrenbetäubung. Als ich vor einem Jahr selbst in Berlin war, traf ich die Jungs zufällig in einer Kneipe und sie drehten mir sogleich ihre Platte an. Hätten die netten Jungs mir nicht ihr Album geschenkt, wäre der Name Shrike wohl nie an mich gelangt, denn kaufen wollte ich ihre damals neue Platte nicht.
In den folgenden Tagen fand die CD dann ihren Weg durch meine Lautsprecher und ein rauschendes, dumpfes Etwas dröhnte mir durch das Zimmer. Ich muss gestehen, nach dem einleitenden Intro und dem ersten Lied hatte ich genug und die Platte verlor sich zwischen meinen anderen. Das Album wäre wohl auch in Vergessenheit geraten, wenn ich nicht genervt von der im Autoradio liegenden CD gewesen wäre, die sich mittlerweile schon zum 1000mal wiederholt hatte. Die einzige Platte die noch in meinem Auto zu finden war, war Hinab in die vertraute Fremdheit und der Titel war dieses mal mehr als zutreffend.

 

Doch wie klingt Hinab in die vertraute Fremdheit? Es erinnert mich an einen staubigen, Jahrzehnte alten Keller, in welchem man allerlei Kram über die Jahre verstaut hat. Man stelle sich vor, ein Wirbelsturm wütet in solch einem Keller und jede einzelne, der überfüllten Kartonagen schmettert auf den kalten, steinigen Boden. Das Album hat zwar auch einige gute Ansätze, welche man z.B auf “6. Die Zeit” lauschen kann und die Vocals des Sängers haben Potential, jedoch gehen die guten Ansätze durch die unstrukturierte und völlig überladene Gesamtkomposition verloren. Shrike versucht sich in diesem Album in vielen Effekten und für mich wirkt das ganze nach einem Prozess der Selbstfindung, welcher noch nicht vollständig vollzogen ist. Der Band mangelt es auf jeden Fall nicht an Kreativität, jedoch sollte beim nächsten Album darauf geachtet werden, dass ein einheitliches Grundgerüst eingehalten wird. Denn durch die häufigen Tempowechsel, die verwirrenden Gliederungen, das ständige Gerausche und Gedröhne ist das Zuhören nach den knapp 60 Minuten einfach nur noch anstrengend.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich auf Hinab in die vertraute Fremdheit” einige gute und auch atmosphärische Ideen zu finden sind, welche jedoch durch die grottige Produktion und durch die hektischen, dicht gepressten musikalischen Einfälle leider nicht zur Geltung kommen. Durch die Lyrik kann die Band allerdings punkten. Die Texte haben Hand und Fuß und die lyrische Konzeptidee des Albums wurde dadurch erfolgreich erzielt.


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