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Tipp der Redaktion

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Tempers Creature
"Ex Abyssi Te Vocavi, Dei !"


Atmospheric Black Metal, Black Metal, Depressive Black Metal, Folk Black Metal, Melodic Black Metal, Pagan Black Metal

Autor Users

8

9

Release:

07.10.2016

Dauer:

79:00

Songs:

14

Label:

Winterwolf Records

Albumtyp:

Split Album

Limitiert:

200

1. Die Barden Künden
2. Und Er Kam Vom Pfade Ab
3. Leiden Eines Freien
4. Spuren Im Schnee (Klage Der Nacht Cover)
5. Ein Lebend Geist
6. Sich Selbst Der Ärgste Feind
7. Und Alle Leiden Enden
8. Der Wind Trägt Ihn Hinfort
9. The Winds Shall Not Sing..
10. The Oak
11. Wayfaerer
12. Starbearer
13. Earthen Flesh
Starclad Mind
14. The Meadow And The Starclad Fountain

Ex Abyssi Te Vocavi, Dei !

Geschrieben am von Nebukad | 675 mal gelesen


10

Nach dem „Si Vis Vitam, Para Mortem“ recht gut in Empfang genommen wurde meldet sich das Depressive Black Metal Duo Tempers Creature mit der Split „Ex abyssi te vocavi, dei !“ aus den schwäbischen Landen zu einem erneuten Auftakt zurück. Jedoch haben sich Mastermind Aurgelmir und Rythmik Sektion Nattfari sich diesmal Verstärkung von den Pagan Death Metalern „Erdenthraene“ geholt.

 

Das Album besteht konzeptionell aus zwei Teilen in dem der erste von Tempers Creature übernommen wurde und Erdenthraene das Album schließt.
Tempers Creature eröffnet das Album dem Track „Die Barden Künden“. Ein Song, der sich wie ein Querschnitt durch die Diskographie der Band anhört. Beginnend mit einer sich aufbauenden Atmosphäre, welche die Natur und Einsamkeit inne trägt, die sich im weiteren Verlauf zu einem mit Blasts gepacktem Melodic Black Metal Stück aufbaut.
Ein gelungner Opener der auf vergangene Songstrukturen verweist, dies jedoch deutlich ausgefeilter von sich gibt. Hörbar ist auch, das die Drums dieses Mal deutlich mehr an Raum bekommen haben was das Gesamtbild besser vermittelt. Generell stoßen wir dieses mal auch auf eine sorgfältig gestaltete Produktion die es dem Hörer besser ermöglicht, den Instrumenten separat ein Ohr schenken zu können. Der sich verschmelzende Sound aller Töne der auf dem Debut “Lupus est homo homini” dominierend war ist fast verschwunden und betont einen produktionstechnischen Entwicklungsprozess den Tempers Creature voran treiben zu scheint.

 

Dennoch bleiben sich Tempers Creature im weiteren treu und bringen ihren Mix aus atmosphärischen Parts und brutal-emotionalen Ausgüßen wie auf vorherigen Werken gekonnt zum Ausdruck. Warum auch an einem funktionierendem Rezept (bezogen auf Struktur und Konzeption) etwas ändern ? Anzumerken ist der zunehmende Folksound dem sich das Projekt hingibt, definitiv noch eine positive Entwicklung, der ich jedoch leicht skeptisch in Hinblick auf kommende Werke begegnen muss. Noch wird der eingesetzte Folk vom Black Metal leicht Separat gehalten, was ich für Sinnvoll halte, da meiner Meinung nach Folk und Metal gleichzeitig fast immer sehr „käsig“ klingt. Zu diesem Aspekt verweise ich gerne auf den Song „Ein Lebend Geist“ dessen Ende großartig vom Dudelsack getragen wird. Bei meinem Absoluten Favoriten „Und Alle Leiden Enden“ gibt sich Tempers Creature ganz dem Folk hin und schafft es eine Art Oase des ganzen Albums zu bilden, der Song hätte jedoch aus meiner Sicht (zumindest musikalisch) früher kommen müssen um dem Hörer mehr Kraft für das ganze Album (gemeint ist der erste Teil des Albums) zu geben und nicht zum Schluss.

 

Ebenfalls finden wir wieder ein Cover, dass auch zum Album passt und ein Outro welches von Gastmusikerin und Glockenspiel begleitet wird. Was kann ich noch großartig hinzufügen. Tempers Creature mal wieder in bekannter Qualität mit leichten Verbesserungen und musikalischen Ausflügen in die Sphären des Folks. Was jedoch noch anzumerken ist, ist dass die kürzere Spielzeit aufgrund des Albumformats, einer Split, der Intensität und dem „Replay-Faktor“ unglaublich gut tun. Das Album wirkt einfach frischer (darf man das überhaupt sagen ? Schließlich geht es um ein Depressive Black Metal Album) .

 

Wieder ein mitreißendes Werk aus dem Süden Deutschlands !

Wer mehr über die Konzeption und das Album herausfinden möchte empfehle ich gerne mein Interview mit Aurgelmir !

Ach da gab es ja noch eine andere Band auf der Split !

 

Erdenthraene löst Tempers Creature nach ca. +/- 40 Minuten ab und verwandelt ein poetisches Black Metal lastiges Setting in ein mystisch brutales Schlachtfeld.
Zuerst klang diese für mich noch völlig fremde Band wie eine Mischung aus Summoning, Early Cradle, Mithotyn und dem besten aus frühen Eluveitie Stücken. Folkiger Deathmetal mit Dungeon feeling, dass ich wahrscheinlich vor Jahren gerne beim Gothic spielen oder bemalen von Tabletop Figuren gehört hätte.
Erdenthraene verbinden ihre Einflüsse miteinander und auch wenn sie das Rad, nicht neu erfinden, schaffen sie einen ebenbürtigen Tribut an längst vergangenes und vergessenes. Dem Vocalisten der Band liegen die tiefen Growls gut die eine schöne Abwechslung zu den hohen Schreien der Verdammnis von Aurgelmir darlegen. Instrumental wurde viel getüftelt. Von Sweeping bis Blastbeats, schönen Keyboard Harmonien und gut gespielten Folkinsturmenten scheint alles dabei zu sein. Leider manchmal zu „Käsig“, aber das ist nur die Meinung des albernden Autors dieses Artikels.
Mein favorit bleibt Starbearer. Bitter mehr von solchen Classic Rock Soli auf Folk Songs ! Klingt Großartig !

 

Wenn man nun wieder die Split als ganzes nimmt sieht man erst die wahre Konzeption. Der klassische Fall zu beginn und das aufsteigen des Phönix aus der Asche. An sich eine alte Kamelle, aber originell „zu Papier“ gebracht. Vor allem ein schönes Duett von Black & Death im Rahmen der guten alten Europäischen Folklore.

 

Für jeden Tempers Creature Fan ein weiterer Pflichtkauf und für jeden Folk, Black und Death Metal Fan erst recht.

Top !


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