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Tipp der Redaktion

533809
Verheerer
"Archar"


Black Metal

Autor Users

9

8

Release:

12.09.2015

Dauer:

27:28

Songs:

4

Label:

Independent

Albumtyp:

EP

Niederkunft
Archar
Totenkult (Drink Bitterness)
Verheerer

Archar

Geschrieben am von Swipal | 1214 mal gelesen


10

Das Jahr neigt sich dem Ende und man hat viele Neue geniale Scheiben gehört. Neues kennen gelernt und altes hat sich erneut bewährt. Doch dann kommt im September wie aus dem nichts Verheerer mit einer EP. Nun ja, ich dachte erst wieder 0815 Black Metal und dann auch noch ein erstes Release. Umso überraschter war ich, was dann durch meine Anlage schoss. Zuerst einmal ist das Cover auf jeden Fall ganz nett gestaltet. Ein Booklet gibt es hier leider nicht, aber das ist für eine EP auch kein Zwang.

 

Ein relativ kurzes und langsames Intro eröffnet das Werk von Verheerer und erinnert dabei an Helrunar oder Behemoth. Kirchenglocken und schöne, drückende Drums begleitet von einer hohen schnarrenden Gitarre. Der Takt wird immer mal gewechselt und es stellt sich ein schönes okkultes Feeling ein. Ich möchte hier an Gruppen wie Cult of Fire oder Dodsengel verweisen. Endlich geht es los, mit einem Blast- Beat und einem sehr klassischen, langgezogenem Black Metal Gesang. Besonders gut gefallen mir hier die Taktwechsel die sehr schön punktuell und dezent gesetzt sind. Gesanglich hat das ganze einen schönen alten Einschlag, bemüht sich aber auch neuer Elemente. Viel Individualismus hat man in der Stimme allerdings nicht.
Mal wird kurz etwas Eingesprochen, dann geht es auch wieder weiter. Aber das ist genau richtig so. Es passt hier einfach alles zusammen. Verdammt gut sind außerdem die Soli, die man ab und an von der zweiten Gitarre hören kann. Anschließend wird es dann ruhig und ein Soundsample wird eingespielt. Spätestens jetzt sollte die nötige Atmosphäre aufgebaut sein, dem folgt ein schneller Part und das Drum schmettert nur so um sich. Man versucht mit der Stimme etwas höher zu agieren und man endet wieder in einem, der öfter gehörten, anfänglichen Parts.

 

Archar geht dann schon von Anfang an etwas zügiger los. Man greift wieder auf das bewährte Konzept zurück und ich hab einfach Freude am Zuhören. Qualitativ passt hier nämlich auch alles zusammen. Schön dreckig, aber nicht dumpf oder irgendwie schlecht abgemischt, einfach alles auf den Punkt! Angenehm ist, dass dieses Lied auch einen Refrain der zum mit schreien einlädt hat. Trotz des zügigen Taktes bleibt der Gesang eher langsam. Wieder ein Soundsample von einer auf Englisch gehaltenen Rede, die irgendwie eine Beklemmungen auslöst. Das ganze wird von Gitarren und Schlagzeug untermalt. Die Gitarrenkonzepte sind hierbei Relativ komplex und wiederholen sich sehr oft. Musikalisch wird das ganze dann aber doch vom Schlagzeug getragen.

 

Mit Totenkult legt man nochmal eine Schippe drauf, schneller, brachialer und gewaltiger. Ich weiß nicht recht, was ich hier noch schreiben sollte. Genialer Black Metal wie er meiner Meinung nachzuklingen hat! Blastbeats und Gitarrensoli geben sich die Hand, dazu ein Gesang der an Hass kaum noch zu übertreffen ist. Ende.

 

Mit dem Titel Verheerer geht es auf ein letztes. Die EP endet mit diesem Lied und beginnt wieder flott. Ab und an hört man gebetsartige Ansprachen, die dann wieder im Gesang unter gehen und wie auch schon in den Liedern davor setzt man nicht auf simple Instrumentalspuren. Es wird viel gewechselt bei den Instrumenten und das macht das Zuhören die ganze Zeit interessant, weil es nicht abzusehen ist, was als nächstes kommt. Trotzdem schafft man es eine Kontinuität der Melodieverläufe zu erzeugen, die für den Black Metal so typisch ist. Nochmal ein paar Orgelklänge eingespielt und Gitarrensoli, die an alten Heavy Metal erinnern, geschickt eingebaut und fertig ist das Bollwerk das sich da Verheerer nennt

 

Fazit: Also wer auf Okkulten Black Metal steht, der sollte die 5€ ausgeben!!! Dodsengen, Acherontas, Cult of Fire und wie sie nicht alle heißen Fans werden voll auf ihre Kosten kommen! Man braucht sich hier nicht hinter einer Imperator Scheibe der erstgenannten Band zu verstecken und das mit einer EP! Vielleicht denken jetzt einige: Aber 9 Punkte, da gibt es doch so viel besseres! Das stimmt, aber erstens haben wir es hier mit einem Debüt zutun und dafür ist es überragend! Und zweitens denke ich auch, dass der Deutsche Black Metal in den letzten Jahren sehr heruntergekommen ist, jedenfalls was neue Gruppen betraf. Klar gab es hier den einen oder anderen Leckerbissen, aber die wahren neuen Black Metal Bands aus Deutschland zu finden ist sehr schwer, bei täglich 100 neu gegründeten Projekten, die ebenso schnell wieder im nichts verschwinden. Doch das Werk hat Wiederekennungswert und ist für mich zu hundert Prozent authentisch!


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