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Tipp der Redaktion

11
Wintarnaht
"Tôdhên Uoþal"


Atmospheric Black Metal, Black Metal, Folk Black Metal, Pagan Black Metal

Autor Users

8

9

Release:

29.05.2013

Dauer:

01:02:21

Songs:

11

Label:

Obscure Abhorrence Productions

Albumtyp:

Full-Lenght

Limitiert:

500

1. Siohhên þiufal
2. Zi uualþan
3. Bluoþ Buohha
4. Sedhalgang
5. Tôdhên Uoþal
6. Ânagift þer uuintar I
7. Eisenthal
8. Alamana Lioþ
9. Got þer Mana Nîdh
10. Wintarnaht (Falkenbach cover)
11. Âfaro Innan Nebul

Tôdhên Uoþal

Geschrieben am von Cernunnos | 766 mal gelesen


10

Dem Einen oder Anderen dürfte der Name WINTARNAHT bereits ein Begriff sein, denn die Kapelle rund um Gründer Grimwald praktiziert bereits seit 1997, damals noch unter dem Namen Winternight. 2012 entschied man sich, die althochdeutsche Bezeichnung WINTARNAHT anzunehmen und fortan die Texte in althochdeutscher Sprache zu verfassen, was WINTARNAHT eine gewisse Eigenständigkeit innerhalb der Metalszene verleiht. Das 2013er Album Tôdhên Uoþal ist das erste Werk der Truppe, bei dem die Texte komplett in althochdeutscher Sprache verfasst wurden. Es beinhaltet Elf Stücke und wurde von dem niedersächsischen Label Obscure Abhorrence Productions in einer Auflage von 500 Stück veröffentlicht.

 

Der erste Track Siohhên þiufal (Kranker Dämon) ist eine Ode an den jahrelangen Christenhass, verlesen von Kirchenkritiker Karlheinz Deschner, Zi Waltan (Um zu herrschen), der zweite Track dieses Albums untermalt jenen Eindruck, denn dieser ist sehr schnell und aggressiv.

 

WINTARNAHT pflegen die Liebe zum Detail, wovon auch Bluoþ Buohha (Blutbuche) und Sedhalgang (Sonnenuntergang) profitieren. Ausgefeiltes Riffing trifft auf einfallsreiches Drumming, bevor uns mit Sedhalgang (Sonnenuntergang) eine instrumentale Pause vergönnt wird.

 

Bei dem Titeltrack Tôdhên Uoþal (Sterbende Heimat) wird uns vorerst klagendes, klares Geschrei geboten, bevor die klirrenden Schreie Grimwalds das Gesamtbild des Tracks deutlich ins aggressivere schmettern.

 

Eine kurze Rast von dem breitgefächten Pagan-Black Metal Einschlag erhalten wir mit dem folkigen Ânagift þer Wintar I (Anbeginn des Winters), bevor mit Eisenthal der einzige neudeutsche Track dieses Albums mit wiederholtem Pagan-Black Metal Gedresche und facettenreichem Gesang seien Lauf nimmt.

Alamana Lioþ (Alamannisches Lied) wurde mit einem Nachbau einer alamannischen Leier eingespielt – Einfallslosigkeit kann man WINTARNAHT gewiss nicht vorwerfen. Zudem sind die Melodien sehr einprägsam und die untermalende Maultrommel tut für die folkige Atmosphäre sein Übriges.

 

Got þer Mana Nîþ (Gott der Misanthropie) ist hingegen wieder eines der aggressiveren Stücke und erhält durch die Lead-Gitarre wieder einen eindeutigen Pagan-Einschlag. Hier fällt jedoch durch die Monotonie des Beckenanschlags auf, dass offensichtlich ein Drumcomputer für die Recordings verwendet wurde (ich kann mich allerdings auch irren , und Drummer Goatruler beherrscht eine gewisse Monotonie beim Drumming).

 

Wintarnaht (Winternight) ist ein Cover der Band Falkenbach und sollte zumindest einigen Lesern ein Begriff sein. Ich denke dazu gibt es nicht mehr viel zu sagen außer: sehr gut gemacht. Jedoch stört auch hier ein wenig die Monotonie der Hi-Hat.

 

Der letzte Track mit dem Namen Âfaro Innan Nebul (Verblichen im Nebel) zeichnet sich durch melancholisches Piano-Gedudel aus und schließt für mich dieses Album sehr gut ab.

 

Fazit: Obwohl WINTARNAHT schon eine sehr lange Schaffenszeit hinter sich haben, enttäuscht mich doch die Monotonie mancher Passagen im Drumming (gerade der Einsatz der Hi-Hat). Die meisten Schlagzeug-Parts sind aber dennoch gut durchdacht und passend umgesetzt. Ich persönlich konnte mich schon von WINTARNAHT’s Live-Qualitäten überzeugen und sie liefern ein bemerkenswertes Ritual ab. Auf CD sollte, gerade im Drumming, noch ein Zahn zugelegt werden, um die Drums druckvoller und authentischer zu gestalten, aber alles in Allem ist Tôdhên Uoþal eine beachtliche Leistung der nahe Stuttgart gegründeten Kapelle. Zur Live-Performance sei noch gesagt, dass gerade Grimwalds Gesangsvariationen so ausgefeilt und perfektioniert sind, dass ihr kein Konzert WINTARNAHT’s in eurer Nähe verpassen solltet.


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