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Konzertbericht

Winterfylleth Plakat
Winterfylleth, Fen, Necronautical @ Matrix Bochum

Konzertberichte

Ort:

Matrix (Rockpalast) Bochum, Hauptstrasse 200, 44892 Bochum

Datum:

24.09.2017

Uhrzeit:

ab 19:00 - 23:00 Uhr

Genre:

Black Metal, Progressive Black Metal, Extreme Black Metal

Preis:

VVK: 16 €

Winterfylleth
Fen
Necronautical

Winterfylleth, Fen, Necronautical @ Matrix Bochum

Geschrieben am von VA666 | 142 mal gelesen


Laut, böse und episch: Wie unterschiedlich englischer Black Metal sein kann, davon konnte man sich am 24.9.2017 im Rockpalast in Bochum überzeugen. Necronautical, Fen und Winterfylleth gestalteten das Konzert am Abend des Wahlsonntags so, dass für jeden Geschmack etwas dabei war.

 

Als Opener trat Necronautical auf die Bühne. Mit zwei großen Kerzenleuchtern sowie mit Corpse Paints verzierte Gesicher gewannen sie die Aufmerksamkeit der Konzertbesucher schon einmal für sich. Böse und rau erklang dann ihr Black Metal, dem zwar an Geschwindigkeit und Härte nicht mangelte, jedoch auch mal langsamere Parts mit höheren Gitarrentönen aufwies. Die extremen, plötzlichen Wechsel von Tempo und Rhythmen in ihren Liedern erhöhte unweigerlich den Herzschlag. Sie selber bezeichnen ihre Musik als Misanthropic Blackend Metal. 2018 wollen sie ein drittes Album herausbringen.

 

Einen starken Stilwechsel gab es dann, als Fen zu spielen begann. Ruhiger und atmosphärischer hallte die Musik aus den Boxen. Progressive, träumerische Parts in ihren Liedern waren keine Seltenheit. Das Shouten vom Frontmann wurde meist in die Länge gezogen und in den epischen Cuts vom Bassisten choral begleitet. Manche Lieder – insbesondere „Exile’s Journey“ – klangen ähnlich wie die Musik von Agalloch, mit denen sie auch schon einmal auf Tour waren. Doch Fen mischte langsamen, epischen Sound mit schnelleren, härteren Gitarrenriffs, was ihnen dann doch einen eigenen, unverwechselbaren Stil bescherte, den man neben Black Metal auch unter Post Rock und Shoegaze einordnen kann. Am Merchstand konnte man die wunderschönen, düsteren Coverbilder der Vinyls, die der Bassist / Artist Grungyn persönlich angefertigt hat, betrachten und natürlich auch kaufen.

 

Noch epischer klang Winterfylleth, auch, weil hier der Frontmann vom Lead-Gitarristen und vom Bassisten gesanglich begleitetet wurde, was einigen Liedparts eine gewisse musikalische Fülle verlieh. Das langsame, langgezogene Shouten bewirkte zusammen mit dem atmosphärischen Klang der Instrumente eine insgesamt ausgeglichene Stimmung, sofern man das bei Black Metal überhaupt so beschreiben kann. Bei Winterfylleth stimmte einfach die Mischung und die Abwechslung in ihrer Musik, wodurch das Hören einerseits spannend, andererseits durch den harmonischen Sound aber auch angenehm war, sodass man die meiste Zeit einfach nur gebannt zuhörte. Winterfylleth mangelte es somit weder an atmosphärischer Melodie, noch an rauen Schlagzeuggeballer und lockte dadurch auch viele Metaller in den Rockpalast. Dass Landschaften ähnlich wie bei Fen einen großen Einfluss auf ihre Musik bzw. auf ihre Inspiration haben, konnte man auf ihrem neusten Album, The Dark Hereafter (2016), auch optisch erkennen: Die Vinyl, auf der ein nebeliger und hügeliger Nadelwald zu sehen ist, der höchstwahrscheinlich irgendwo in England aufgenommen wurde, konnte man direkt am Merchstand erwerben.

 

Das Konzert konnte mit den unterschiedlichen Bands auf jeden Fall für alle Anwesenden etwasbieten: Necronautical für diejenigen, die bösen, hasserfüllten Black Metal mögen, Fen für Agalloch-Fans und Winterfylleth für alle, denen atmosphärischer Black Metal mit epischen Touch gefällt.

 

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