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CD-Review

481332
Znafelriff
"Ruin"


Black Metal

Autor Users

4

7

Release:

01.01.2015

Dauer:

Ca. 21:00

Songs:

5

1. Heisere Stille
2. Ruin
3. Abgrund
4. Graues Land
5. Eismeer Aus Angst

Ruin

Geschrieben am von Nebukad | 2376 mal gelesen


10

Ruin heißt die zweite EP die Znafelriff nach 14 Jahren eher unbedeutender Bandgeschichte herausgebracht hat. Die in Berlin residierenden Verfechter des Bösen sind unter dem Label Necrokotze gesigned. Metal-Archives.com gibt uns Einblicke auf ihre nationalen Wurzeln:
The band humorously pretends to have originated from Svalbard, Norway.

 

Inwiefern es sich beim Gesamtkonzept dieser Band eher um einen Witz oder Ähnlichem handelt, ist ja in Anbetracht des hier gegeben Reviews egal.
Denn Black Metal liefert Znafelriff mit ihrem dritten Release Ruin tatsächlich.

 

Die 5 Songs der EP beinhalten ein atmosphärisches Interlude und vier sehr homogene Tracks im Sinne des traditionellerem Black Metal. Es wird geknüppelt, gemetzelt und vor sich hin geschmachtet was das Zeug hält. Der thematische Hintergrund von Ruin ist, wie ist es auch anders zu erwarten, in der Kälte und im Abgrund des Daseins manifestiert. Für einen Underground-Release ist die Produktion gut gelungen und fügt sich passend dem Gesamtgeschehen. Der kalte, raue, jedoch präzise Sound des Schlagzeugs ist hier definitiv ein Highlight.

 

Nun aber mal zu Musik. Die Drums bilden hier ein stabiles Fundament auf dem die anderen Bandmitglieder ein Kartenhaus bauen. Einen Bass gibt es nicht, stattdessen aber ein Keyboard, welches sich ab und an in die Geräuschkulisse drängt und einen Einfluss Emperors offenbart. Die Gitarre hat, was das Riffing angeht in diesem Werk einen minderen Stellenwert, Präsenz ist jedoch gewährleistet. Ruin lehnt sich Instrumental gesehen an Werke wie Battles In The North (Dies ist KEIN Vergleich) an, Tempovariationen und Grooves bringen ein wenig mehr Abwechslung. Diese Abwechslung versucht der Vocalist mit gekeiftem Spoken Word zu unterstützen, der sonst eher am krächzen und grölen ist. Auch das atmosphärische Interlude soll dazu beitragen, ein wenig Diversität an den Tag zu legen. Das aber ein angenehmes und abwechslungsreiches Hörvergnügen auf dem Tagesplan steht, wage ich zu bezweifeln. Die lyrische Facette bietet leider nur ausgegrabene Leichen.

 

Bleibt nur die Frage, ist die Musik so eintönig, weil das Konzept so un-innovativ ist? Oder ist das Konzept so rückständig, weil die Musiker so unbegabt sind. Ein wichtiger Aspekt im Black Metal an dem alle Laien dieses Genres zu Grunde gehen. Dies aber nur am Rande.

 

Eine solide EP die dem Unheiligem huldigt und ihn auch darzustellen weiß ist dies sicherlich. Zum Verarbeiten von Aggressionen erfüllt Ruin durchaus seinen Zweck. Wer jedoch auf der Suche nach einem Rohdiamanten ist, wird hier hemmungslos enttäuscht.


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2 Kommentare

  1. Als ich den Text gelesen hatte, erwartete ich eine Bewertung um die 7/10- ich verstehe die Kritikpunkte nicht, die zu so einer schlechten Punktzahl geführt haben.
    Nachdem ich mir nun das Album angehört habe kann ich diese Wertung noch weniger verstehen. Diese Musik ist eindeutig Geschmackssache, aber vielleicht ist hier auch nur ein Laie an der Parodie eines Genre zu Grunde gegegangen. Dies aber nur am Rande.

    • Geschmachssache ist es sicher. Aber Bewertung und Text gehen in meiner Wahrnehmung auch etwas auseinander. Naja, am besten ein eigenes Bild von machen.

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